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ETF-Entnahmeplan im Alter: Welche Anbieter bieten wirklich flexible Tools?

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Markus91
Beiträge: 60
Themenstarter
(@markus91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#63]

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit der Frage, wie die Auszahlungsphase beim Altersvorsorgedepot technisch vernünftig umzusetzen ist. Konkret geht es mir darum, welche Anbieter nicht nur günstige Sparpläne anbieten, sondern auch in der Entnahmephase wirklich durchdachte Tools mitbringen.

Mein Ansatz ist folgender: Ich will keinen starren Auszahlungsplan, sondern etwas, das dynamisch auf Portfolioentwicklung reagiert – also eine Art regelbasierter Entnahmeplan, der z.B. an der 4%-Regel oder einer variablen Entnahmeformel orientiert ist. Die Alternative wäre natürlich, das Kapital am Ende in eine lebenslange Rente umzuwandeln, aber das erscheint mir rechnerisch in vielen Szenarien suboptimal, besonders wenn man noch mit 67 eine relativ hohe Lebenserwartung einkalkuliert.

Meine konkreten Fragen:
- Welche Anbieter haben überhaupt ein Tool oder Dashboard, das Entnahmeszenarien simuliert?
- Kann man bei denen wirklich flexibel zwischen Einmalauszahlung, Ratenentnahme und Verrentung wechseln – oder ist das nur auf dem Papier möglich?
- Gibt es Erfahrungen, wie Anbieter mit unregelmäßigen Teilentnahmen umgehen, also z.B. wenn man einen größeren Betrag herausnehmen möchte?

Ich frage das jetzt im Sommer, weil ich die ruhigere Phase nutzen will, um verschiedene Anbieter wirklich systematisch zu vergleichen, bevor das Altersvorsorgedepot 2027 startet. Hat hier jemand konkrete Erfahrungen – auch mit Negativ-Beispielen?


2 Antworten
Markus B.
Beiträge: 28
(@kinderzulagepro7)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage, ich hab mich im Zusammenhang mit der Einzahlungsseite auch schon durch verschiedene Anbieter gewühlt – und bin dabei, was Tools angeht, ehrlich gesagt etwas ernüchtert.

Die meisten Anbieter, die ich bisher angeschaut habe, haben brauchbare Sparplanrechner, aber sobald es um die Entnahmeseite geht, wird es dünn. Scalable hat da zumindest etwas in Richtung Portfolioplanung, aber ein wirklich dynamischer Entnahmerechner, der auf Portfoliorendite reagiert? Hab ich noch nirgends überzeugend gesehen.

Was ich aus meiner Recherche mitnehme: Die meisten Anbieter denken die Auszahlungsphase noch sehr klassisch – also entweder Einmalbetrag oder Verrentung, Zwischenlösungen sind oft umständlich in der Umsetzung. Ich hatte dazu auch schon mal im Thread zu Direktbank vs. Filialbank geschrieben – da kam raus, dass Direktbanken bei Tools oft vorne liegen, aber nicht unbedingt bei der Beratung zur Entnahme.

Für variable Teilentnahmen würde ich zusätzlich unbedingt auf die steuerliche Abwicklung achten – da gibt es Unterschiede, wie Anbieter die Vorabpauschale und Teilverkäufe verrechnen. Das kann bei unregelmäßigen Entnahmen schnell unübersichtlich werden.


Antwort
S.Hofmann
Beiträge: 55
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich muss zugeben, ich bin da noch nicht so tief drin wie ihr beiden. Mein Fokus liegt gerade mehr auf dem Einstieg und der Förderung – die Entnahmephase fühlt sich für mich noch sehr weit weg an.

Aber die Frage nach der nachgelagerten Besteuerung interessiert mich bei dem Thema trotzdem: Wenn man flexibel Teilentnahmen macht statt einer Verrentung, wird das dann genauso besteuert? Ich hätte gedacht, dass da vielleicht Unterschiede sind, die die Rechnung zugunsten der Rente verschieben könnten – oder liege ich da falsch? Wäre für mich wichtig zu verstehen, bevor ich mich für einen Anbieter entscheide, auch wenn der Rentenbeginn noch weit weg ist.


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