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Riester kündigen und zu neuem Altersvorsorgedepot wechseln – wie vorgehen?

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A.Bergmann
Beiträge: 62
Themenstarter
(@a-bergmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#65]

Hallo zusammen,

ich bin seit gut 15 Jahren aus der Altersvorsorge raus – lange Geschichte, irgendwann hat mich das alles überfordert und ich hab einfach aufgehört einzuzahlen. Mein alter Riester-Vertrag liegt bei einer Versicherung und dümpelt dort vor sich hin, da ist seit Jahren nichts mehr drauf eingezahlt worden. Ich schätze, der ist beitragsfrei gestellt.

Jetzt ist mir das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 aufgefallen und ich denke ernsthaft darüber nach, endlich wieder anzufangen. Aber ich weiß nicht wie ich das mit dem alten Riester-Kram angehe. Einfach kündigen? Übertragen? Und zu welchem Anbieter überhaupt?

Ich hab ein bisschen recherchiert und bin völlig verwirrt von den verschiedenen Anbietern – Direktbanken, Neobroker, Filialbanken. Manche sagen, man soll lieber zu einer etablierten Bank, andere schwören auf die günstigen Online-Anbieter. Ich bin kein Finanzprofi und brauche jemanden der mir das nicht verkaufen will, sondern der einfach erklärt wie die das handhaben.

Konkret interessiert mich:
- Was passiert eigentlich mit meinem alten Riester-Guthaben beim Wechsel?
- Gibt es Anbieter die da besonders gut begleiten (also auch bei der Abwicklung des alten Vertrags)?
- Worauf sollte ich als Wiedereinsteiger besonders achten?

Freue mich über ehrliche Erfahrungen, keine Hochglanzbroschüren bitte.

Danke,
A.Bergmann


4 Antworten
Nadine K.
Beiträge: 40
(@nadine_1985)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich bin auch Wiedereinsteigerin nach einer Pause und ehrlich gesagt finde ich die Frage nach dem richtigen Anbieter gerade mega schwer zu beantworten weil 2027 halt noch nicht da ist. Niemand weiß wirklich wie die Anbieter das in der Praxis umsetzen.

Was ich dir raten würde: Ruf bei deiner alten Versicherung an und frag ganz konkret ob dein Vertrag beitragsfrei ist oder ob noch Kosten laufen. Und lass dir schriftlich geben was ein Übertrag zum neuen Altersvorsorgedepot kosten würde. Das kann je nach Anbieter sehr unterschiedlich sein.

Ich bin selbst am überlegen ob ich erst mal abwarte bis Ende 2026 bis mehr klar ist, oder schon vorher irgendwo ein Konto anlege. Für mich ist auch die Kinderzulage wichtig, da ist es entscheidend dass der Anbieter das korrekt und unkompliziert abwickelt – da hab ich noch keine verlässliche Aussage von irgendjemandem bekommen ehrlichgesagt.


Antwort
Moritz H.
Beiträge: 24
(@moritzhagedorn)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurze Einschätzung von mir: Ob Neobroker oder Hausbank besser ist kommt wirklich auf deinen Beratungsbedarf an. Als Wiedereinsteiger nach 15 Jahren würd ich persönlich nicht blind zum günstigsten Anbieter gehen sondern schauen wer bei der Übertragung des Riester-Guthabens konkret unterstützt und das auch schriftlich erklärt. Hab dazu auch mal was im Thread Hausbank vs. Neobroker geschrieben, falls das hilft.

Der Berufseinsteigerbonus ist für mich das wichtigste Kriterium beim Anbieter – bei dir wäre das nicht relevant, du solltest eher auf Übertragungskosten und Servicequalität achten. Manche Anbieter berechnen Gebühren für eingehende Überträge, das wird oft nicht groß kommuniziert.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 30
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

A.Bergmann, ich kann da aus eigener Recherche was beitragen. Ich hab systematisch verschiedene Anbieter für das neue Altersvorsorgedepot verglichen und dabei auch das Thema Riester-Überträge angeschaut.

Das grundlegende Problem: Stand heute (Sommer 2026) kommuniziert kaum ein Anbieter konkret wie der Übertragungsprozess ab 2027 ablaufen soll. Die meisten haben landing pages und allgemeine Infos, aber wenn man nach Details zu Riester-Überträgen fragt – Schweigen oder Floskeln.

Was ich konkret rausgefunden habe: Technisch ist im Altersvorsorgereformgesetz vorgesehen, dass Riester-Guthaben schädlichkeitsneutral ins neue Depot übertragen werden kann. Das ist also kein Problemfall, der zur Rückzahlung der Förderung führt. Aber die Abwicklungskosten auf Seiten des abgebenden Versicherers – das ist ein anderes Thema. Da lohnt es sich den alten Vertrag zu prüfen, was da an Stornierungskosten oder Bearbeitungsgebühren steht.

Für meine eigene Entscheidung hab ich eine Tabelle mit Effektivkosten und Servicekritieren gebaut. Wenn du magst kann ich die Struktur mal teilen, damit du das selbst befüllen kannst. Die Kostenfrage ist oft entscheidender als man denkt – hab dazu auch schon im Sparplan-Rhythmus-Thread auf Nebenkosten hingewiesen.


Antwort
Lena29
Beiträge: 40
(@lena29)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hi A.Bergmann,

als Berufsanfängerin hab ich natürlich keinen alten Riester-Vertrag im Gepäck, aber das Thema Anbieterauswahl beschäftigt mich auch gerade intensiv. Was ich bisher rausgehört habe: Der Übertrag eines ruhenden Riester-Vertrags zum neuen Altersvorsorgedepot ist im Gesetz grundsätzlich vorgesehen, aber wie das in der Praxis 2027 aussehen wird hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab.

Ich hab mich zuletzt viel mit Garantieprodukten beschäftigt (dazu hab ich auch schon im Thread zu Hybridpolicen geschrieben), und da ist mir aufgefallen, dass gerade Versicherungsanbieter teils sehr undurchsichtig kommunizieren was Überträge angeht. Filialbanken sollen da angeblich transparenter sein, zumindest laut Forumsberichten.

Für deinen Fall würde ich auf jeden Fall erst mal schauen ob dein Riester beitragsfrei gestellt ist oder ob da noch Kosten laufen – das kostet sonst unnötig Guthaben bis 2027.


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