Hallo zusammen, ich bin als Frührentner gerade dabei, mich intensiver mit dem Geförderten Altersvorsorgedepot 2027 auseinanderzusetzen. Meine größte Frage betrifft die nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlungsphase – und da bin ich ehrlich gesagt verunsichert.
Bei den verschiedenen Anbieter-Webseiten finde ich extrem unterschiedliche Informationen darüber, wie die Besteuerung von ETF-Rente konkret funktioniert. Der eine Anbieter erklärt ausführlich, wie Kapitalerträge, Dividenden und Gewinne in der Auszahlungsphase behandelt werden, der andere versteckt das in irgendwelchen PDF-Dateien.
Meine konkrete Frage: Wie transparent kommunizieren die Anbieter eigentlich, welche Steuern auf meine ETF-Erträge anfallen, wenn ich ab 2040 entnehmen möchte? Gibt es da Best-Practice-Beispiele? Und noch wichtiger – wie plant ihr selbst bei der Anbieterauswahl für die Steueraspekte ein?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Hermann, das ist eine sehr berechtigte Frage. Ich habe mir bei meiner Anbieterrecherche genau das gleiche Problem angesehen. Bei Trade Republic und ähnlichen Neobroker-Plattformen finde ich deutlich bessere Dokumentation zu Steuerfragen als bei manchen traditionellen Direktbanken. Die meisten Filialbanken verstecken das tatsächlich in irgendwelchen technischen Beilagen. Mein Tipp: Direkt beim Support nachfragen, wie die konkrete Versteuerung von Entnahmen aussieht. Wer da schnell und präzise antwortet, ist für langfristige Vermögensaufbau definitiv die bessere Wahl. Und nutze Portale wie justETF, um die genauen Erträge deiner ETF-Auswahl zu tracken.
Da bin ich völlig bei dir, Hermann. Habe mich – wie du vielleicht aus meinen früheren Beiträgen weißt – intensiv mit den Effektivkosten auseinandergesetzt. Die nachgelagerte Besteuerung ist ein ebenso kritischer Punkt wie die Gebühren selbst. Das Problem: Viele Anbieter verstellen sich da nicht transparent. Mein Rat wäre, eine Vergleichstabelle zu bauen – ähnlich wie in meiner Excel-Tabelle für Effektivkosten – und dort auch Steuerszenarien durchzuspielen. Frag jeden Anbieter konkret nach: Wie wird eine monatliche Entnahme von 2.000 Euro versteuert, wenn davon 1.000 Euro aus Kursgewinnen kommen? Die Antworten werden sehr aufschlussreich.