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ETF-Depot ab 2027: Wie wirken sich Verwaltungsgebühren wirklich aus?

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Stefan87
Beiträge: 40
Themenstarter
(@stefan87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#104]

Hallo zusammen, ich bin jetzt zwei Jahre mit meinem Standarddepot beim Altersvorsorgedepot unterwegs und beschäftige mich immer stärker mit den Effektivkosten. Das Problem: Ich sehe bei verschiedenen Brokern unterschiedliche Gebührenmodelle – manche nehmen Depotgebühren, andere Transaktionskosten, wieder andere verstecken etwas in der ETF-Verwaltungsquote selbst.

Meine Frage zielt konkret auf die Kostenoptimierung ab: Wenn ich zum Beispiel über Direktbroker einen ganz günstigen ETF mit 0,03% TER kaufe, aber dafür 1,50 Euro Ordergebühr zahle, versus bei einer Filialbank einen etwas teureren ETF mit 0,08% TER, aber dafür kostenlos besparen kann – wie rechne ich da realistische Szenarien durch?

Und noch wichtiger: Gibt es einen Punkt, ab dem die monatliche Sparquote die Ordergebühren amortisiert? Wie berücksichtigt man das bei der Broker-Wahl für die nächsten 30+ Jahre Altersvorsorge?


2 Antworten
Markus91
Beiträge: 60
(@markus91)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Das ist wirklich die zentrale Frage, Stefan. Ich hab mich damit auseinandergesetzt und eine grobe Faustformel für mich entwickelt: Bei monatlichen Sparraten ab ca. 200–300 Euro lohnen sich die günstigen Direktbroker trotz Ordergebühren meist, weil die TER-Ersparnis über Jahrzehnte deutlich stärker wirkt.

Der Knackpunkt ist der Zinseszinseffekt auf die Kostenunterschiede selbst. Wenn dein ETF jährlich 0,05% weniger kostet als ein alternativer, zahlst du über 35 Jahre bei 50.000 Euro Sparvolumen mehrere hundert Euro weniger – das ist deutlich mehr als einzelne Ordergebühren. Aber: Du musst das durchrechnen für deinen konkreten Fall. Manche Banken bieten auch kostenlose ETF-Sparpläne an gewissen Titeln an – das kann den Vergleich verschieben.


Antwort
RentenPro67
Beiträge: 43
(@rentenpro67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich sehe da ehrlich gesagt auch noch einen anderen Aspekt: Die Liquidität des ETFs selbst. Bei sehr günstigen Nischenprodukten sind die Spreads manchmal breiter, was beim Sparplan weniger auffällt, aber beim späteren Verkauf in der Entnahmephase relevant wird. Bei der Entnahmeplan versus Versicherungsrente Diskussion, die ich mir vorher angesehen hab, wurde das leider unterschätzt. Meine Empfehlung: Mittelweg suchen – solide Standardindizes bei nem günstigen Broker, nicht zu exotisch werden.


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