Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit Monaten intensiv mit den Effektivkosten verschiedener AVD-Angebote und vergleiche gezielt ETF-Renten nach ihrer Gesamtkostenquote. Dabei stelle ich mir aber eine grundsätzlichere Frage: Macht es Sinn, das neue Depot bei meiner Hausbank zu eröffnen, oder sollte ich doch zu einem Neobroker wechseln?
Meine Hausbank bietet ab 2027 ein Altersvorsorgedepot an, verlangt aber 0,4% Depotgebühr p.a. plus ETF-TER. Die großen Neobroker werben mit 0% Depotgebühren. Aber: Werden die Förderzulagen bei einem Neobroker genauso zuverlässig abgewickelt wie bei einer etablierten Filialbank? Gibt es da versteckte Verzögerungen bei der Grundzulage oder beim Arbeitgeberbonus?
Zweite Frage: Welche Personengruppen profitieren überhaupt vom neuen System – und macht das für meine Kalkulation einen Unterschied, welchen Anbieter ich wähle? Ich will nicht erst 2027 merken, dass ich als selbstständig tätiger Freiberufler gar nicht förderbar bin.
Wer hat da schon konkrete Erfahrungen oder Informationen?
Gute Frage, Karsten. Ich bin Rentner und hatte mich damit auch beschäftigt. Meine Frau ist noch kurz beschäftigt, deshalb bin ich mittelbar förderbar. Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt: Die Filialbank hat mir zumindest erklären können, wie das mit meiner mittelbaren Förderung läuft – beim Neobroker war da weniger Klarheit. Zur Zuverlässigkeit der Zulagenabteilung: Das sollte rechtlich unabhängig vom Anbieter laufen, aber psychologisch fühle ich mich sicherer, wenn eine bekannte Bank dahintersteht. Kostet mich die 0,4% Depotgebühr über 20 Jahre viel? Ja. Aber wenn ich dafür eine solide Beratung zur Förderung bekomme und mich nicht selbst mit Formularen rumschlagen muss – für mich persönlich ist das den Preis wert. Schau dir vielleicht vorher an, ob deine Hausbank wirklich alle Fördergruppen sauber erklärt.