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Garantieprodukte für Selbständige ab 2027: Wirklich wirtschaftlich sinnvoll?

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Werner K.
Beiträge: 30
Themenstarter
(@werner-kstner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#83]

Hallo zusammen,

ich bin Rentner und beschäftige mich intensiv mit den Garantieprodukten, die ab 2027 im neuen Altersvorsorgedepot angeboten werden. Als jemand, der jahrelang mit Riester-Garantien gearbeitet hat, frage ich mich: Macht es für Selbständige wirklich Sinn, auf Garantieprodukte zu setzen, wenn sie ohnehin keine arbeitgeberbezogene Förderung erhalten?

Mein Verständnis ist, dass Selbständige – anders als Arbeitnehmer – vom Berufseinsteigerbonus und der Arbeitgeberförderung nicht profitieren. Sie erhalten nur die beitragsproportionale Grundzulage. Das bedeutet doch, dass bei ihnen jeder Effektivkostenpunkt noch stärker ins Gewicht fällt, oder?

Ich würde gerne verstehen: Welche Effektivkosten fallen bei typischen Garantieprodukten wirklich an? Gibt es da schon Transparenzanforderungen des AltZertG? Und lohnt sich eine Garantie überhaupt, wenn der Selbständige selbst entscheiden kann, wie viel Risiko er verträgt?

Welche Anbieter bereiten sich denn konkret darauf vor, Selbständigen passende Produkte anzubieten?

Danke für eure Erfahrungen und Einschätzungen!


3 Antworten
Markus B.
Beiträge: 26
(@markus8268)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das AltZertG wird das regeln: Alle zertifizierten Produkte müssen ab 2027 die Effektivkosten vollständig offenlegen – Gebühren, Kickbacks, alles. Für Selbständige ist das Gold wert, weil sie sich genau ausrechnen können, ob die Garantie das kostet. Ich gehe davon aus, dass größere Anbieter wie die großen Versicherer und auch einige Online-Plattformen spezielle Varianten für Selbständige anbieten werden – eher schlank im Gebühren-Setup, ohne viel Versicherungsmantel-Overhead.


Antwort
Heinrich67
Beiträge: 60
(@heinrich67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Für die Enkel macht es bei langem Anlagehorizont weniger Sinn. Die ETF-Rente im neuen Depot wird ja wahrscheinlich auch für junge Selbständige attraktiv – die ZfA wickelt das ab, und mit Rebalancing läuft's quasi von allein. Garantieprodukte sind eher was für Rentner wie mich, die noch zehn, 15 Jahre haben und Sicherheit wollen.


Antwort
Gnter67
Beiträge: 51
(@gnter67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Die beitragsproportionale Grundzulage ist für Selbständige immerhin planbar – anders als beim Berufseinsteigerbonus, den sie nicht bekommen. Das sollte bei der Kalkulation aber reichen. Wichtig: vor 2027 schon mal durchrechnen, was netto bleibt bei verschiedenen Kostenszenarien. Dann sieht man schnell, ob Garantie oder ETF-Strategie besser passt.


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