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Grüne Fonds im Altersvorsorgedepot 2027 – wer hat was im Angebot?

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Julia K.
Beiträge: 36
Themenstarter
(@juliak82)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#54]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot und möchte meine Vorsorge von Anfang an nachhaltig ausrichten. Das Thema liegt mir wirklich am Herzen – nicht nur wegen des Sommers und der Hitze draußen, die ja jedes Jahr gefühlt schlimmer wird, sondern grundsätzlich.

Jetzt meine Frage: Welche Anbieter haben für das neue geförderte Depot ab 2027 überhaupt ein ordentliches Angebot an nachhaltigen Fonds oder ETFs? Ich meine damit konkret Produkte mit ESG-Kriterien, am besten SRI-gefiltert, also nicht nur das übliche Greenwashing wo dann doch Rüstungskonzerne drin sind.

Hat da jemand schon recherchiert oder Informationen von Anbietern eingeholt? Ich habe bisher nur vage Aussagen gelesen, dass man "auch nachhaltige Optionen" anbieten werde, aber konkret wurde noch niemand.

Mich würde auch interessieren: Gibt es bei den grünen Fonds größere Kostenunterschiede gegenüber normalen ETFs? Und hat jemand Erfahrung damit, ob Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital in diesem Bereich wirklich mithalten können, oder sind da eher klassische Anbieter besser aufgestellt?

Freue mich über jeden Erfahrungsaustausch – auch wenn das Depot erst 2027 startet, ist es ja sinnvoll, sich jetzt schon einen Überblick zu verschaffen.

Viele Grüße,
Julia


5 Antworten
Sarah K.
Beiträge: 48
(@vorsorgeneuling)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Danke für den Thread! Ich kenne mich da noch nicht so gut aus, hab bisher nur grob verstanden dass ESG irgendwas mit Umwelt und sozialen Kriterien zu tun hat. Was ist denn der Unterschied zwischen ESG und SRI genau? Stehe da noch ganz am Anfang 😅

Und lohnt sich das überhaupt, auf nachhaltige Fonds zu setzen, oder hat man damit schlechtere Rendite? Das wäre für mich als Berufseinsteigerin auch wichtig zu wissen, ich kann mir ja keine großen Verluste leisten wenn ich eh noch wenig verdiene.


Antwort
VorsorgePro58
Beiträge: 60
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Also ich muss ehrlich sagen, ich war bei meinem alten Riester-Vertrag nie wirklich zufrieden mit den Nachhaltigkeitsoptionen – die haben einem immer irgendwas als "grün" verkauft, was beim genaueren Hinsehen kaum besser war als normale Fonds. Hab damals viel Zeit investiert um das zu durchblicken, wie ich auch schon im Riester-Wechsel-Thread beschrieben habe.

Für das neue Altersvorsorgedepot bin ich deshalb skeptisch, ob sich da viel ändert. Die Anbieter werden vermutlich ESG-Label draufkleben was geht, weil das nachgefragt wird. Meine Empfehlung: Konkret nach dem MSCI World SRI oder dem FTSE Developed World ex-Fossil Fuels fragen, nicht nach "nachhaltigen Produkten" allgemein. Das zwingt den Anbieter zur konkreten Aussage.

Und auf die TER schauen – manche nachhaltigen Fonds in aktiv verwalteten Varianten kosten immer noch 1,5% oder mehr. Das frisst die Rendite über Jahrzehnte.

Stand heute (Juni 2026) ist leider noch wenig Konkretes von den Anbietern zu bekommen. Ich würde die Füße stillhalten und erst im Herbst gezielt anfragen.


Antwort
Heinrich67
Beiträge: 60
(@heinrich67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich schaue das Ganze mit etwas Abstand. Mit 59 Jahren interessiert mich Nachhaltigkeit bei der Geldanlage durchaus, aber ich lasse mich nicht von Begriffen leiten die ich nicht vollständig durchdringe.

Mein Rat: Bevor man sich auf bestimmte Anbieter festlegt, erst mal grundsätzlich klären, welche Fonds tatsächlich im geförderten Depot bespaarbar sind. Das Regelwerk des Altersvorsorgereformgesetzes macht ja Vorgaben, welche Produkte überhaupt förderfähig sind. Es wäre gut zu wissen, ob da ESG-Kriterien irgendwie bevorzugt werden oder ob das komplett dem Anbieter überlassen bleibt.

Bis das Depot im Januar 2027 startet, ist noch etwas Zeit. Im Herbst dürften die ersten konkreten Angebote auf den Tisch kommen. Dann kann man seriös vergleichen. Jetzt schon Anbieter zu empfehlen wäre reine Spekulation.


Antwort
Max-Bauer
Beiträge: 27
(@max-bauer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich seh das etwas anders als VorsorgePro58. Ich glaub nicht, dass man pauschal sagen kann, Anbieter kleben nur Labels drauf. Gerade die größeren ETF-Anbieter wie Amundi, Xtrackers oder iShares haben inzwischen wirklich transparent aufgebaute ESG/SRI-Produkte mit öffentlich einsehbaren Indexregeln.

Das eigentliche Problem liegt woanders: Das Altersvorsorgedepot 2027 ist noch nicht da, und die Anbieter haben ihre endgültigen Fondslisten noch nicht kommuniziert. Das macht den Vergleich gerade schwierig.

Was ich aus meiner eigenen Recherche – auch zu den Ausschüttungsthemen, die ich hier mal angesprochen hab – mitnehme: Die Fondsauswahl ist letztlich vom Anbieter abhängig. Wer wirklich auf Nachhaltigkeit setzt, sollte einen Anbieter wählen, der im normalen ETF-Depot schon eine breite ESG-Auswahl hat. Das ist ein guter Indikator.

Zu VorsorgeNeulings Frage kurz: ESG ist breiter gefasst (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung als Bewertungskriterien), SRI schließt bestimmte Branchen komplett aus (Waffen, Tabak, Kohle etc.). Bei der Rendite gibt's keine eindeutige Antwort – mal besser, mal schlechter als der breite Markt.


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