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Riester-Vertrag gekündigt - muss ich bis Januar 2027 warten?

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VorsorgePro58
Beiträge: 36
Themenstarter
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#159]

Hallo zusammen,

ich habe vor zwei Wochen meinen Riester-Vertrag gekündigt, nachdem ich mich monatelang über die schlechten Konditionen und hohen Gebühren geärgert habe. Jetzt wo der Sommer da ist und ich endlich Zeit hatte, mich richtig zu informieren, bereue ich fast, dass ich nicht schon früher aktiv geworden bin.

Meine Frage: Kann ich das ausgezahlte Geld irgendwo "zwischenparken" und dann direkt zum Start im Januar 2027 ins neue Altersvorsorgedepot einzahlen? Oder muss ich wirklich bis dahin warten und verliere so ein halbes Jahr wertvolle Zeit?

Hintergrund: Bin 58, arbeite in der Finanzbranche und verdiene ca. 4.200€ brutto. Hatte bei der Allianz einen Riester-Vertrag seit 2005, aber die Rendite war einfach katastrophal. Jetzt liegt das Geld auf dem Tagesgeldkonto und "verbrennt" praktisch bei der aktuellen Inflation.

Gibt es vielleicht schon Möglichkeiten, sich für 2027 vorab zu registrieren oder ähnliches? Bin für jeden Tipp dankbar!

Gruß
VorsorgePro58


4 Antworten
FelixT_89
Beiträge: 28
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hey,

kurz und knapp: Das halbe Jahr ist ärgerlich, aber nicht zu ändern. Nutz die Zeit lieber für die Vorbereitung - welcher Anbieter, welche Strategie usw.

Und mal ehrlich: Nach über 20 Jahren Riester-Frust sind 6 Monate auch nicht mehr entscheidend 😉

Felix


Antwort
WolfgangK
Beiträge: 10
(@wolfgangk)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Moin!

Lisa hat schon recht, aber ich würde vorsichtiger sein. ETFs zwischenzuparken ist nicht ohne Risiko - was, wenn die Märkte Ende 2026 gerade schlecht stehen?

Bei deinem Alter und der Branche würde ich das Geld lieber auf dem Tagesgeld lassen. Ja, die Inflation nagt, aber 6 Monate sind überschaubar. Dafür hast du Planungssicherheit.

Wie in meinem Thread zum Tagesgeld vs Sparbuch schon mal erwähnt: Sicherheit hat auch ihren Wert.

Gruß Wolfgang


Antwort
Gerhard_1951
Beiträge: 53
(@gerhard_1951)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Werter VorsorgePro58,

aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung kann ich nur sagen: Geduld ist eine Tugend, besonders bei der Altersvorsorge. Sie haben richtig gehandelt mit der Riester-Kündigung - ich ärgere mich auch noch heute über diese Mogelpackung.

Mein Rat: Lassen Sie das Geld auf dem Tagesgeld und nutzen Sie die Zeit bis Januar für gründliche Recherche. Welche Anbieter, welche ETFs, welche Strategie? Diese Monate sind gut investiert in Wissen.

Ich bereite mich auch schon vor, obwohl ich mit 73 eigentlich zu alt bin. Aber für meine Enkelin schaue ich mir das genau an.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard


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LisaK
Beiträge: 29
(@lisak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi VorsorgePro58,

kann deine Ungeduld gut verstehen! Leider ist es tatsächlich so, dass du bis Januar 2027 warten musst - das Altersvorsorgedepot startet nun mal nicht früher.

ABER: Das Geld muss nicht untätig rumliegen. Du könntest es in ETFs anlegen, die du später auch im Altersvorsorgedepot nutzen willst. Quasi als "Testlauf". Dann verkaufst du zum Jahresende und zahlst das Geld 2027 in das geförderte Depot ein.

Wichtiger Hinweis: Bei der steuerlichen Absetzbarkeit für 2026 haben wir ja schon mal diskutiert - achte darauf, dass du nicht mehr als die Höchstbeträge einzahlst, wenn du 2027 startest.

Vorregistrierung gibt es meines Wissens noch nicht, aber die meisten Anbieter werden wohl ab Herbst ihre Systeme öffnen.

LG Lisa


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