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Kosten im ersten Jahr: Was kommt auf mich zu?

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WalterSchmidt
Beiträge: 11
Themenstarter
(@walterschmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#191]

Hallo zusammen,

ich plane mich ernsthaft mit dem neuen Altersvorsorgedepot auseinanderzusetzen und möchte mich schon jetzt, im Sommer 2026, vorbereiten – bevor das ganze im Januar 2027 losgeht. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Finanzexperte und lese mich gerade erst ein.

Meine Frage betrifft konkret die Kosten im ersten Jahr. Ich habe gehört, dass es bei solchen Depots oft Gebühren gibt, die man am Anfang gar nicht auf dem Schirm hat. Was muss ich realistisch einplanen? Ich denke dabei an:

- Depotführungsgebühren beim Anbieter
- ETF-Kosten (TER oder wie das heißt)
- eventuell Ordergebühren beim Kauf
- irgendwelche Einmalgebühren zur Eröffnung?

Gibt es außerdem Kosten, die speziell im ersten Jahr anfallen und danach wegfallen? Oder ist es eher umgekehrt – also dass man am Anfang günstig einsteigt und später mehr zahlt?

Ich frage auch deshalb, weil ich gerade sowieso schon viel um die Ohren habe (Urlaub planen, das Haus braucht eine neue Klimaanlage…) und einfach wissen möchte, womit ich beim Depotstart rechnen muss, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Falls jemand konkrete Erfahrungen oder Zahlenbeispiele hat, wäre das super hilfreich. Danke schon mal!

Walter


3 Antworten
MoritzHagedorn
Beiträge: 7
(@moritzhagedorn)
Active Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen

Ich les hier gerade mit und hab ne kleine Ergänzung: Achtet auch auf Kosten die entstehen wenn ihr den Anbieter wechselt. Also Depotübertragungsgebühren. Das ist im ersten Jahr noch kein Thema, aber wenn man mit dem falschen Anbieter startet und nach nem Jahr wechseln will, können da schon mal 25–50€ anfallen – je nach dem. Besser gleich den richtigen nehmen.

Hab das bei der Antragstellung nochmal nachgelesen, die Unterlagen die man einreichen muss sind übrigens auch recht überschaubar, das ist zumindest schon mal klar. Hinsichtlich Kosten: einfach die AGB und Preisaushänge der Anbieter direkt vergleichen sobald die verfügbar sind – das ist am Ende die verlässlichste Quelle.


Antwort
Kritiker_77
Beiträge: 24
(@kritiker_77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich will hier mal etwas Wasser in den Wein gießen. Die Kostenfrage ist schon richtig gestellt, aber ich finde, man muss auch offen sagen: Wir wissen im Juni 2026 noch gar nicht genau, wie die einzelnen Anbieter ihre Gebührenmodelle für das Altersvorsorgedepot konkret gestalten werden. Das steht für viele noch nicht hundertprozentig fest.

Die ganzen schönen Zahlen die hier genannt werden – 0,1% TER, 0-1€ Order etc. – sind Schätzwerte basierend auf heutigen normalen Depot-Konditionen. Ob das 1:1 für das geförderte Altersvorsorgedepot gilt, kann im Moment niemand mit Sicherheit sagen. Manche Anbieter könnten das Produkt auch mit etwas anderen Konditionen führen als ihre regulären Depots.

Ich hab das in einem anderen Thread schon angemerkt – man sollte die Euphorie ein bisschen bremsen und lieber die offizielle Kommunikation der Anbieter im Herbst 2026 abwarten, bevor man konkrete Kostenplanungen macht. Vorbereiten ja, aber nicht zu früh festlegen.


Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 37
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hallo Walter,

die gute Nachricht vorweg: Das Altersvorsorgedepot ist vom Gesetzgeber so konzipiert, dass die Kosten relativ transparent sein sollen – zumindest mehr als bei alten Riester-Produkten.

Konkret musst du unterscheiden: Die Depotführungsgebühr hängt komplett vom Anbieter ab. Bei Online-Brokern wie den bekannten Neobrokern ist sie oft null, bei klassischen Filialbanken können schon mal 15–30€ pro Jahr anfallen. ETF-Kosten (die TER, also Total Expense Ratio) sind keine direkten Gebühren die du siehst – die werden täglich aus dem Fondsvermögen entnommen. Für einen schlichten MSCI World ETF liegst du meist bei 0,1–0,2% pro Jahr.

Ordergebühren beim Kauf: Auch hier kommt es auf den Anbieter an. Neobroker verlangen oft 0–1€ pro Order, klassische Banken können 5–10€ nehmen.

Einmalige Eröffnungsgebühren – sowas sollte es beim Altersvorsorgedepot nicht geben. Wenn ein Anbieter das verlangt, würde ich die Finger davon lassen.

Was ich im Berufseinsteiger-Thread schon mal erwähnt hatte: Gerade im ersten Jahr lohnt es sich, die Kostenstruktur des Anbieters sehr genau zu vergleichen, bevor man irgendetwas unterschreibt. Ein paar Euro Unterschied pro Jahr klingen nach wenig, über Jahrzehnte summiert sich das aber deutlich.


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