Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv damit, wie ich das Geförderte Altersvorsorgedepot ab 2027 optimal aufsetzen kann. Dabei geht es mir konkret um die Frage, wie ich die nachgelagerte Besteuerung wirklich effektiv nutze – also möglichst viel in der Ansparphase steuerbegünstigt investieren und erst im Rentenalter (wo der Steuersatz hoffentlich niedriger ist) versteuern.
Aber genau da liegt für mich ein konzeptionelles Problem: Wenn ich konsequent auf maximale Einzahlung ins Altersdepot setze, um den Berufseinsteigerbonus und die Grundzulage voll mitzunehmen, bleibt mir monatlich kaum Spielraum für einen separaten Notfallfonds.
Jetzt im Sommer merke ich das besonders – Klimaanlage kaputt gegangen, Auto-Inspektion fällig, möglicher Urlaub noch nicht geplant. Das sind alles Ausgaben, die ich nicht vorhergesehen habe und die sofort Liquidität erfordern.
Meine eigentliche Frage: Wie viel liquide Reserve sollte ich parallel zum Altersdepot aufbauen, bevor ich überhaupt anfange, die maximalen Einzahlungen auszuschöpfen? Und verändert die Tatsache, dass das Altersdepot langfristig gebunden ist (also nicht einfach rausholbar), die Berechnung meines Notfallpuffers?
Ich frage mich, ob es klug ist, erst den Puffer aufzufüllen und dann die Volllast ins Depot zu stecken – oder ob man beides parallel hochfährt. Was macht ihr da so?
Ich kenne das Dilemma gut, auch wenn ich nach meiner langen Pause gerade erst wieder durchblicke. Was ich aus der Zeit mit Riester mitgenommen habe: Sobald das Geld eingezahlt ist, kommst du nicht mehr ran – das hat mich damals schon mal in einer Engpasssituation geärgert.
Deswegen würde ich persönlich den Notgroschen definitiv zuerst aufbauen, bevor du voll ins Depot einzahlst. Die klassische Faustregel mit 3 Monatsausgaben als Reserve klingt zwar abgedroschen, macht aber Sinn. Gerade wenn das Altersdepot 2027 ähnlich wie Riester langfristig gebunden ist, ändert das die Rechnung erheblich – du hast einfach keinen Notausgang.
Ich überlege selbst noch, wie ich das aufteile wenn's losgeht. Den Berufseinsteigerbonus gibt es ja für mich sowieso nicht mehr, also hab ich etwas mehr Flexibilität beim Einstiegstempo. Vielleicht hilft dir der Gedanke: lieber ein Jahr länger zum vollen Beitrag aufbauen, dafür aber ohne Druck bei unvorhergesehenen Ausgaben.