Ich find die Diskussion hier wirklich hilfreich! Ich hab mich im Thread zum frühen Start auch schon mit sowas beschäftigt – wie man die Strategie langfristig einfach hält.
Mein Gedanke zu Sektor-ETFs: Es kommt glaube ich auch drauf an, was man damit bezwecken will. Wenn's wirklich um Rendite-Optimierung geht, dann ist die Evidenz ziemlich dünn, dass Sektor-ETFs das langfristig liefern. Wenn's um ein persönliches Interesse geht – z.B. man ist in der Gesundheitsbranche tätig und will bewusst dort investieren – dann ok, aber mit offenen Augen.
Was mich aber auch beschäftigt: Das geförderte Altersdepot hat ja spezifische Regeln was investiert werden darf. Sind alle Sektor-ETFs da überhaupt zugelassen? Ich glaub ja, aber vielleicht nochmal prüfen bevor man plant.
Ich seh das ehrlich gesagt etwas kritischer als Andreas oben. Sektor-ETFs sind m.M.n. für die meisten Privatanleger schlicht unnötig – und zwar nicht nur wegen der Kosten, sondern weil die wenigsten wirklich einschätzen können, welcher Sektor in 20-30 Jahren outperformt. Wer hätte 2005 ernsthaft auf Clean Energy gewettet? Der Sektor hat seitdem enorm enttäuscht.
Ich hab mich beim Thema Bankfonds schon positioniert: Weniger ist meistens mehr, und je komplizierter das Depot, desto größer die Fehlerquelle. Ein FTSE All-World reicht für 90% der Sparer vollständig aus. Wenn überhaupt, dann Sektor-ETFs als kleinen Spielgeld-Anteil im normalen Depot – aber bitte nicht als Kern oder sogar Haupt-Beimischung im geförderten Depot.