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1 ETF reicht doch eigentlich – oder spricht was dagegen?

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DepotProfi34
Beiträge: 8
Themenstarter
(@depotprofi34)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#49]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich schon eine Weile mit dem Thema Altersvorsorgedepot ab 2027 und überlege gerade, wie ich mein Depot aufstellen will. Grundsätzlich bin ich kein Anfänger – ich hab schon ein reguläres Depot und weiß, was ETFs sind.

Aber ich komme immer wieder zu demselben Punkt: Wenn ich einen breit gestreuten MSCI World oder ACWI nehme, der bereits mehrere tausend Positionen enthält – was bringt mir dann noch ein zweiter oder dritter ETF? Viele Leute reden von '3-ETF-Portfolio' oder sogar 5-6 ETFs, aber ich frage mich, ob das nicht nur das Gefühl von Diversifikation ist, ohne dass es wirklich mehr Sicherheit bringt.

Konkret: Ich denke über folgendes nach:
- Variante A: Nur ein ACWI IMI (Industrie- UND Schwellenländer + Small Caps)
- Variante B: MSCI World + EM + evtl. Small Cap Beimischung
- Variante C: Irgendwas mit Anleihen-ETF zur Stabilisierung

Was ich noch nicht ganz verstehe: Ab wann wird's wirklich redundant? Bringt ein zusätzlicher Europa-ETF neben dem World irgendwas oder verwalte ich dann nur Überlappungen?

Ich frage das auch deshalb, weil ich vorhabe, das Setup möglichst simpel zu halten – je mehr ETFs, desto mehr Rebalancing-Aufwand. Und ehrlich gesagt hab ich gerade genug andere Baustellen, auch wenn's da mehr ums Wetter geht als ums Depot 😄

Freue mich auf eure Einschätzungen!


1 Antwort
Nadine_1979
Beiträge: 1
(@nadine_1979)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen

Ich beschäftige mich schon eine Weile mit ETF-Auswahl, auch mit ESG-Varianten, und hab die Erfahrung gemacht: Die Frage 'wie viele ETFs' ist oft weniger entscheidend als 'welche ETFs und warum'.

Ein ACWI IMI ist tatsächlich für die meisten Situationen ausreichend diversifiziert. Der typische Fehler ist, ETFs zu addieren ohne einen echten Diversifikationsgewinn zu erzielen – Stichwort Überlappung. Ein Europa-ETF on top des World ist da ein klassisches Beispiel. Du hast dann de facto einfach Europa übergewichtet, nicht 'breiter' gestreut.

Was ich beim Altersvorsorgedepot 2027 zusätzlich bedenkenswert finde: Die Förderstruktur legt nahe, dass man langfristig investiert und möglichst wenig Reibung im Depot haben will. Weniger ETFs bedeutet weniger Rebalancingbedarf und weniger Versuchung, daran rumzuschrauben. Das ist psychologisch nicht zu unterschätzen – gerade in turbulenten Marktphasen. Ich hab im Faktor-ETF-Thread schon ähnliche Überlegungen geteilt: Faktor-ETFs im Altersvorsorgedepot – lohnt sich das wirklich?

Kurz: Fang mit einem soliden Einzel-ETF an. Wenn du einen konkreten Grund für einen zweiten hast, dann ja. Aber nie ETFs um des ETF-Sammelns willen.


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