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Klumpenrisiko Tesla, Microsoft & Co: Große ETF-Positionen riskant?

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ETFSparplan47
Beiträge: 27
Themenstarter
(@etfsparplan47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#22]

Hi zusammen!

Bei der ganzen ETF-Diskussion hier kommt mir immer wieder die Frage auf: Ist das mit der "breiten Streuung" wirklich so viel sicherer?

Ich schaue mir grade die Top-Holdings von beliebten ETFs an. MSCI World z.B. hat über 4% Microsoft, 4% Apple, Tesla auch ordentlich vertreten. S&P 500 ist ja noch konzentrierter auf die US-Tech-Riesen. Da ist man dann zwar diversifiziert, aber trotzdem hängt ein großer Teil vom Schicksal weniger Mega-Konzerne ab.

Vor allem wenn ich an 2027 denke und das neue Altersvorsorgedepot - da rede ich ja von 30-40 Jahren Anlagehorizont. Wer weiß schon, ob Microsoft oder Apple in 30 Jahren überhaupt noch relevant sind? Nokia war auch mal der Handy-König...

Wäre es nicht besser, bewusst auf kleinere, gleichgewichtete ETFs zu setzen? Oder sogar einen Mix aus verschiedenen Regionen/Sektoren? Klar, die Kosten sind höher, aber dafür verteilt sich das Risiko echter.

Was meint ihr? Übertreibe ich oder ist das berechtigte Sorge? Bin gerade dabei, meine Strategie für 2027 zu planen und will nichts falsch machen.

Danke!


4 Antworten
CodeInvestor_87
Beiträge: 39
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Aus technischer Sicht: Die Top-10-Konzentration im MSCI World liegt bei ca. 20%. Das ist deutlich weniger riskant als gedacht.

Das echte Problem liegt woanders: Länderkonzentration USA (ca. 70%) und Sektorkonzentration Tech. Da würde ich eher ansetzen. Equal Weight ETFs haben historisch nicht besser performed und kosten mehr.

Besserer Ansatz: Core-Satellite mit 70% MSCI World + 15% Europe + 15% EM. Oder direkt einen ACWI nehmen, der hat schon mehr Emerging Markets drin. Simple Lösung, niedrige Kosten, gute Diversifikation.


Antwort
Kritiker_77
Beiträge: 24
(@kritiker_77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Typisches Anfänger-Problem. Wer zu viel nachdenkt, macht am Ende alles komplizierter als nötig.

MSCI World läuft seit Jahrzehnten. Die "Klumpenrisiko"-Diskussion gibt's auch schon ewig. Trotzdem haben die meisten damit ordentlich Rendite gemacht. Klar, Nokia ist abgestürzt - dafür sind Google, Amazon etc. gekommen.

Bei 30-40 Jahren Horizont gleicht sich das alles aus. Nicht überkomplizieren!


Antwort
SabineM42
Beiträge: 14
(@sabinem42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Du sprichst mir aus der Seele! Ich hab mich auch schon gefragt, ob diese ganze "ETFs sind automatisch sicher"-Geschichte nicht etwas zu simpel gedacht ist.

Bin gerade dabei, für meine Urlaubsplanung im Juli mein Portfolio zu durchdenken (will vorher noch was umschichten). Hab mir auch überlegt, statt nur MSCI World vielleicht 60% Welt-ETF, 20% Europa, 20% Emerging Markets zu machen. Kostet bisschen mehr, aber die Streuung ist echter.

Besonders bei den langen Laufzeiten bis zur Rente sollte man schon aufpassen, dass man nicht zu viel auf einzelne Branchen oder Länder setzt.


Antwort
S.Hofmann
Beiträge: 31
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Die Sorge ist durchaus berechtigt, aber man sollte es auch nicht übertreiben. Bei meinen bisherigen Überlegungen zum Depot bin ich auch über diese Konzentration gestolpert.

Der Punkt ist: Selbst wenn Microsoft oder Apple mal schwächeln, sind da noch hunderte andere Unternehmen im Index. Das ist immer noch besser als drei Einzelaktien im Depot zu haben. Die großen Tech-Werte sind ja nicht ohne Grund so hoch gewichtet - sie haben sich über Jahre bewährt.

Gleichgewichtete ETFs haben oft höhere Kosten und performen langfristig meist schlechter. Die Marktkapitalisierung als Gewichtung hat schon ihren Sinn. Würde eher regionale Diversifikation empfehlen - Europa, Emerging Markets dazu.


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