Hallo zusammen,
ich bereite mich schon mal auf das Altersvorsorgedepot vor, das ja 2027 startet. Dabei überlege ich gerade, wie ich meinen Notfallfonds am besten anlege. Bisher hatte ich einfach ein Sparbuch bei der Sparkasse, aber die Zinsen sind ja wirklich mager.
Jetzt im Sommer kommt auch noch die neue Klimaanlage dazu (diese Hitze ist ja nicht mehr auszuhalten), und ich merke, dass meine Rücklagen schneller schrumpfen als gedacht. Deswegen will ich das Thema mal systematischer angehen.
Meine Überlegung: Sollte ich den Notfallfonds komplett auf Tagesgeld umschichten? Oder doch beim Sparbuch bleiben? Was ist mit Festgeld für einen Teil? Ich hab gelesen, dass manche sogar einen kleinen Anteil in ETFs packen, aber das erscheint mir für den Notfall zu riskant.
Wie macht ihr das denn? Und vor allem: Wie viel sollte man überhaupt zurücklegen, wenn man ab 2027 dann richtig ins Altersvorsorgedepot einzahlen will? Ich will ja nicht zu viel Cash rumliegen haben, wenn ich das Geld besser fürs Depot verwenden könnte.
Moin Wolfgang,
Tagesgeld ist definitiv besser als Sparbuch aktuell. Hab gerade erst bei einem anderen Thread über die Einzahlungen 2026 diskutiert - da ging es auch um die optimale Aufteilung.
Meine Strategie: 3-4 Monatsausgaben auf Tagesgeld (aktuell so 3,5-4% bei manchen Anbietern), den Rest dann ab 2027 ins Altersvorsorgedepot. Festgeld würde ich nur für einen kleinen Teil nehmen, falls du wirklich sicher weißt, dass du das Geld 1-2 Jahre nicht brauchst.
ETFs im Notfallfonds sind Quatsch - genau dann wenn du das Geld brauchst, können die im Minus stehen. Der Notfallfonds soll verfügbar und sicher sein, nicht renditeoptimiert.
Werter Wolfgang,
aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich nur raten: Sicherheit geht vor Rendite beim Notfallfonds. Ich habe noch die Finanzkrise 2008 miterlebt - da waren viele froh um ihre "langweiligen" Sparkonten.
Sparbuch ist überholt, da stimme ich zu. Tagesgeld ist der Weg. Aber achten Sie auf die Zinsbindung - manche locken mit Neukunden-Boni, die nach 6 Monaten wieder sinken.
Was die Höhe angeht: In meinem Alter würde ich zu 6 Monatsausgaben tendieren. Bei Ihnen als jüngerem Menschen reichen vielleicht 3-4 Monate, dafür können Sie mehr ins künftige Altersvorsorgedepot stecken. Wie ich schon in einem anderen Thread zur Betriebsrente geschrieben hatte - die Balance zwischen verschiedenen Bausteinen ist entscheidend.
Ich seh das ähnlich wie Thomas, aber würde noch ergänzen: Schau dir mal die Online-Banken an für Tagesgeld. Trade Republic, Scalable etc. haben oft bessere Konditionen als die Hausbank.
Bei mir sind 6 Monatsausgaben auf Tagesgeld verteilt auf 2-3 Anbieter (Einlagensicherung und so). Hatte schon mal das Problem dass eine Bank technische Probleme hatte - da war ich froh über die Verteilung.
Und ja, lass die Finger von ETFs beim Notfallfonds. Das Geld muss sofort verfügbar sein, nicht erst wenn die Märkte wieder gut laufen.
Tagesgeld auf jeden Fall! Hab letztes Jahr von Sparbuch gewechselt und bereue es nicht.
Aber Wolfgang, überleg dir auch: Brauchst du wirklich 6 Monate? Ich fahre mit 3 Monaten gut, dafür kann ich ab 2027 mehr ins Depot. Bei deiner Klimaanlage - das sind ja einmalige Ausgaben, nicht der laufende Bedarf.
Mein Tipp: Einen Teil auf Tagesgeld bei einer Direktbank, einen kleinen Teil aufs normale Girokonto für sofortigen Zugriff. Und dann schau, dass du bis Ende 2026 noch maximal in die bestehenden Vorsorgeverträge einzahlst bevor das neue System startet.