Seite wählen

Minus 15% diesen So...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Minus 15% diesen Sommer - soll ich meine Strategie überdenken?

3 Beiträge
3 Benutzer
0 Reactions
3 Ansichten
KlausH
Beiträge: 29
Themenstarter
(@klaush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#15]

Hallo zusammen,

bin grade etwas verunsichert und könnte euren Rat gebrauchen. Hab Ende letzten Jahres angefangen, mich auf das neue Altersvorsorgdepot vorzubereiten und bereits ein paar ETFs gekauft. Jetzt sitze ich hier bei 30 Grad in der Wohnung (Klimaanlage ist kaputt) und schaue auf mein Depot - minus 15% seit Januar!

Ich weiß theoretisch, dass Volatilität normal ist und ich noch 32 Jahre bis zur Rente habe. Trotzdem macht mich das nervös. Ist das wirklich normal? Bei den aktuellen Weltkrisen und der Inflation frage ich mich, ob das diesmal anders ist.

Wie geht ihr mit solchen Phasen um? Ignoriert ihr das Depot komplett oder schaut ihr täglich drauf wie ich? Und vor allem: Sehen solche Schwankungen langfristig wirklich nicht dramatisch aus? Ich hab mal gelesen, dass selbst die Finanzkrise 2008 nach 3-4 Jahren wieder aufgeholt war, aber das kam mir schon sehr lang vor...

Freue mich über eure Erfahrungen, besonders von denen die schon länger dabei sind!

Gruß
Klaus


2 Antworten
FelixT_89
Beiträge: 28
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi Klaus,

kann dich gut verstehen! Bin auch grade bei -12% und das nervt schon. Aber ich hab letztes Jahr schon diskutiert, wie wichtig der lange Anlagehorizont ist.

Fakt ist: 15% Minus sind bei ETFs völlig normal, auch mal 20-30% sind drin. Wichtig ist der Durchschnitt über Jahrzehnte. Der MSCI World hatte seit 1970 eine durchschnittliche Rendite von etwa 7-8% p.a. - TROTZ aller Krisen. Heißt: Die schlechten Jahre werden von den guten mehr als ausgeglichen.

Mein Tipp: Nicht täglich schauen! Ich guck höchstens alle paar Monate rein. Die Schwankungen sind psychisch echt belastend, aber faktisch irrelevant bei 30+ Jahren.


Antwort
Wolfgang52
Beiträge: 21
(@wolfgang52)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Moin Klaus,

muss Felix da teilweise widersprechen. Klar, langfristig gleicht sich vieles aus, aber 15% Minus in 6 Monaten ist schon heftig und sollte einen zum Nachdenken bringen.

Ich investiere seit über 20 Jahren und hab alle großen Krisen mitgemacht. Ja, der Markt erholt sich meist wieder, aber das kann auch mal 5-7 Jahre dauern. Die Dotcom-Blase hat 13 Jahre gebraucht für neue Höchststände!

Wichtig ist dein Risikoprofil. Mit 32 Jahren bis zur Rente kannst du Schwankungen verkraften, aber nur wenn du nachts noch schlafen kannst. Falls dich das zu sehr stresst, vielleicht 20-30% in weniger volatile Investments umschichten? Staatsanleihen oder Festgeld bringen zwar weniger Rendite, aber auch weniger graue Haare.

Und: Nie alles auf einmal investieren. Wenn du noch Geld übrig hast, jetzt nachkaufen - kaufst günstiger ein!


Antwort
Teilen: