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Sektor-ETFs im Altersdepot: Beimischung sinnvoll oder unnötig?

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Markus82
Beiträge: 2
Themenstarter
(@markus82)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen
[#47]

Hallo zusammen,

ich plane gerade – während ich eigentlich den Sommer genießen sollte, sitze ich hier und grübel über mein zukünftiges Altersvorsorgedepot 😅 – und stolpere immer wieder über die Frage mit Sektor-ETFs.

Mein Basis-Setup wäre ein MSCI World oder FTSE All-World als Kern, das ist soweit klar. Aber überall lese ich, dass manche noch Sektor-ETFs dazumischen: Healthcare, Clean Energy, Technologie und so weiter. Und ich frage mich ehrlich gesagt, ob das bei einem geförderten Altersdepot mit 30+ Jahren Horizont überhaupt Sinn macht.

Argument dafür: Man kann gezielt auf Wachstumsbranchen setzen und vielleicht etwas mehr Rendite rausholen. Argument dagegen: Der MSCI World hat Technologie eh schon stark gewichtet, und mit einem Sektor-ETF gewichte ich den nochmal über – ist das dann noch Diversifikation oder eher das Gegenteil?

Dazu kommt: Im Altersvorsorgedepot will ich ja eigentlich wenig Aufwand haben und nicht ständig Rebalancing betreiben. Sektor-ETFs fühlen sich irgendwie nach mehr Aufwand und mehr Risiko an.

Hat jemand von euch Sektor-ETFs konkret in seine Strategie eingeplant? Und wenn ja, welchen Anteil und warum? Mich interessiert besonders, ob das für ein langfristiges gefördertes Depot passt oder ob man das lieber im normalen Depot spielen sollte.

Danke schon mal!


6 Antworten
S.Hofmann
Beiträge: 31
(@s-hofmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich nutz gerade den Sommer um meine Planung für 2027 fertigzustellen und hab das Thema auch auf dem Zettel. Mein Fazit nach vielem Lesen: Sektor-ETFs machen im Altersdepot vor allem dann Sinn, wenn man sie wirklich langfristig halten will und nicht nach jedem Zyklushoch nervös wird. Das Problem ist aber: Die meisten Leute kaufen Sektor-ETFs genau dann, wenn der Hype groß ist – also wenn die Preise schon hoch sind. Healthcare z.B. ist strukturell interessant wegen Demografie, da kann man schon ein Argument machen. Aber dann muss man auch dabei bleiben wenn's mal 3 Jahre seitwärts geht. Ob das zu einem geförderten Altersdepot passt wo man wenig anfassen will? Ich würd's nicht machen, zumindest nicht mehr als 5-10% des Depots.


Antwort
C.Hoffmann
Beiträge: 1
(@c-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Das Thema Übergewichtung ist entscheidend, da stimme ich zu. Ich hab das beim Rebalancing-Thread schon angesprochen: Je mehr Positionen im Depot, desto aufwändiger wird das regelmäßige Rebalancing. Bei Sektor-ETFs kommt hinzu, dass die Sektorgrenzen selbst sich verschieben – was heute 'Technologie' ist, war früher mal 'Telekommunikation'. Der MSCI klassifiziert die Unternehmen neu, und plötzlich ist dein Sektor-ETF nicht mehr das, was du dir vorgestellt hast.

Für ein Altersdepot mit langer Laufzeit sehe ich das pragmatisch: Wer nicht aktiv dabei bleiben will, lässt Sektor-ETFs weg. Punkt. Wer sie trotzdem will, sollte zumindest sicherstellen, dass der Gesamt-ETF-Anteil im Depot überschaubar bleibt – ich würde maximal 2-3 ETFs gesamt empfehlen, damit das handhabbar bleibt.


Antwort
Andreas-Richter
Beiträge: 1
(@andreas-richter)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Gute Frage, die ich mir in ähnlicher Form auch schon gestellt habe – besonders im Hinblick auf die Kostenstruktur. Sektor-ETFs haben oft höhere TERs als ein breiter World-ETF, und die fressen über 30 Jahre erheblich Rendite weg. Ich hab das damals in diesem Thread zu Kostenfallen schon angesprochen: Die Kosten, die nicht im Preisverzeichnis stehen, sind oft genau solche laufenden ETF-Kosten.

Zur Inhaltsfrage: Du hast recht, dass ein MSCI World Tech schon mit 20-25% gewichtet. Ein zusätzlicher Tech-Sektor-ETF ist dann kein Diversifikationsgewinn, sondern ein bewusstes Overweighting – das sollte man sich gut überlegen und vor allem transparent mit sich selbst sein, dass man da aktiv wettet. Für ein gefördertes Langfristdepot würde ich das eher im ungeförderten Depot machen, wenn überhaupt. Im Altersdepot spricht vieles für Einfachheit.


Antwort
Thomas77
Beiträge: 28
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurz gesagt: Sektor-ETFs im Altersdepot halte ich für Spielerei. Der Vorteil eines geförderten Depots ist doch gerade, dass man langfristig und diszipliniert anspart – da brauch ich keine Wetten auf einzelne Branchen. Ein All-World und gut ist.


Antwort
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