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Kostenfallen beim Altersvorsorgedepot: Was steht nicht im Preisverzeichnis?

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Markus-Dreher
Beiträge: 1
Themenstarter
(@markus-dreher)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Tagen
[#43]

Ich beschäftige mich gerade intensiver mit der Anbieterwahl für das neue Altersvorsorgedepot 2027 und merke, dass mich die offiziellen Preisverzeichnisse der Online-Broker mehr verwirren als aufklären. Die ausgewiesenen Gebühren sehen auf den ersten Blick oft vergleichbar aus, aber ich habe das Gefühl, dass da noch ganz andere Kostentreiber lauern, die man erst bei genauem Lesen findet – oder gar nicht.

Konkret meine Fragen: Worauf muss ich bei der Kostenstruktur wirklich achten? Ich denke an Dinge wie Spreads bei ETF-Käufen außerhalb der Sparplanausführung, Fremdwährungsgebühren, Inaktivitätsgebühren bei niedrigen Umsätzen, oder Kosten für den Depotübertrag, falls man später den Anbieter wechseln will. Das AltZertG schreibt ja eine jährliche Kosteninformation vor – aber reicht die aus, um tatsächlich Anbieter seriös zu vergleichen?

Ich schaue mir das gerade in meiner Urlaubsplanung quasi als 'Sommerprojekt' an, weil ich im Herbst 2026 eine fundierte Entscheidung treffen will, bevor das Depot ab Januar 2027 startet. Hat jemand schon Erfahrungen damit, versteckte Kostenpositionen bei verschiedenen Brokern systematisch zu identifizieren? Gibt es eine sinnvolle Checkliste oder Methode, die ihr empfehlen könnt?


1 Antwort
Andreas-Richter
Beiträge: 1
(@andreas-richter)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Gute Fragen, die ich aus der Mandantenberatung gut kenne. Die jährliche Kosteninformation nach AltZertG ist ein Anfang, aber sie erfasst produktbezogene Kosten – nicht alle transaktionsbedingten Nebenkosten des Brokers. Da fällt einiges durch den Rost.

Was ich meinen Mandanten empfehle: Schaut euch gezielt die Sparplankonditionen im Vergleich zur Einzelorder an. Gerade bei ETF-Käufen außerhalb des Sparplans können Spreads und Handelsplatzgebühren die ausgewiesene Kostenquote faktisch verdoppeln. Fremdwährungsgebühren sind bei reinen MSCI-World-ETFs in EUR oft weniger relevant als gedacht, aber bei Nischen-ETFs relevant.

Besonders wichtig – und das unterschätzen viele – sind die Depotübertragsgebühren. Das AltZertG schreibt zwar Übertragbarkeit vor, regelt aber nicht die Höhe der Entgelte. Hier gibts noch keine klaren Standards, soviel ich weiß. Für eine systematische Analyse würde ich tatsächlich die vollständigen Preis- und Leistungsverzeichnisse vergleichen, nicht nur die Infoblätter.


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