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Fondspolice 2027: Lohnt sich der Versicherungsmantel noch wirklich?

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L.Weber38
Beiträge: 23
Themenstarter
(@l-weber38)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#44]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiver mit dem Thema und komme immer mehr ins Grübeln. Ich bin 38, angestellt, und überlege wie ich die neue geförderte Altersvorsorge ab 2027 am sinnvollsten nutzen kann. Bisher hatte ich eine klassische fondsgebundene Rentenversicherung bei einem größeren deutschen Lebensversicherer, die ich schon länger bespare.

Nun frage ich mich: Macht es überhaupt noch Sinn, weiterhin über einen Versicherungsmantel zu investieren, wenn das neue Altersvorsorgedepot 2027 ja offenbar ähnliche steuerliche Vorteile bieten soll? Ich sehe den Vorteil bei der Rentenversicherung eigentlich hauptsächlich in der lebenslangen Verrentungsoption – aber die Kosten fressen halt auch einiges weg.

Gleichzeitig frage ich mich: Welche Versicherer haben eigentlich ihre Produkte schon konkret auf das neue Reformgesetz angepasst? Ich hab in letzter Zeit einige Webinare von verschiedenen Anbietern gesehen (Allianz, Alte Leipziger, Swiss Life, HDI usw.), aber so richtig überzeugt hat mich noch keiner. Manche wirken ehrlich gesagt wie altbekannte Produkte mit neuem Etikett.

Vielleicht hat hier jemand schon konkrete Erfahrungen gemacht oder Vergleiche angestellt? Worauf sollte ich beim Vergleich von Fondspolicen im Kontext des neuen Depots besonders achten? Kosten allein können ja nicht das einzige Kriterium sein.

Danke schon mal – ich freu mich auf eure Einschätzungen.


3 Antworten
FelixT_89
Beiträge: 28
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich hab mich mit dem Thema Versicherungsmantel zuletzt auch intensiv beschäftigt – unter anderem im Kontext der ETF-Auswahl, weil gerade bei Fondspolicen die verfügbaren Fonds oft sehr eingeschränkt sind. Ich hab dazu auch mal was im Thread zu MiFID II und der deutschen ETF-Auswahl geschrieben – das betrifft Fondspolicen noch stärker als normale Depots, weil der Versicherer ja das Fondsuniversum festlegt.

Mein persönlicher Stand: Die meisten Fondspolicen, die ich mir angeschaut habe, haben zwei bis drei Prozent Gesamtkostenquote wenn man alles zusammenrechnet – Versicherungskosten, Fondskosten, ggf. Abschlusskosten. Das ist gegenüber einem reinen ETF-Depot im Altersvorsorgedepot schwer zu rechtfertigen, außer man legt wirklich sehr viel Wert auf die garantierte Verrentungsoption und hat keine anderen Möglichkeiten dafür.

Die Anbieter, die du nennst – da würd ich mir vor allem die effektive Kostenquote (EKQ) im Produktinformationsblatt anschauen, nicht die Werbematerialien. Da sieht man den Unterschied deutlich.


Antwort
Markus_K_1974
Beiträge: 7
(@markus_k_1974)
Active Member
Beigetreten: Vor 6 Tagen

Also ich seh das etwas anders als FelixT oben. Kosten sind wichtig, keine Frage – ich hab da selbst mal ausführlich drüber geschrieben, auch was die Verwaltungskosten beim Altersvorsorgedepot angeht. Aber der Versicherungsmantel hat durchaus legitime Vorteile, die man nicht einfach wegrechnen kann.

Erstens: die steuerliche Behandlung in der Rentenphase ist bei einer Leibrente aus einer Rentenversicherung oft günstiger als bei einem reinen Entnahmeplan aus dem Depot – Stichwort Ertragsanteilsbesteuerung. Zweitens: Biometrische Absicherung, also das Langlebigkeitsrisiko, ist ein echtes Argument, gerade wenn man keine Betriebsrente hat.

Ich bin 52 und schau das natürlich aus einer anderen Perspektive als jemand der gerade anfängt. Für mich persönlich wäre ein Kombimodell interessant – reines Altersvorsorgedepot für die Ansparphase, und dann Verrentung über einen Anbieter mit günstiger Sofortrente. Ob das mit dem neuen System so einfach kombinierbar ist, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht genau. Da warte ich auf konkretere Produktinfos ab Herbst.


Antwort
LauraK89
Beiträge: 9
(@laurak89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich trau den Hochglanzwebinaren der Versicherer gerade auch nicht so recht. Bis die wirklich neue, auf das Reformgesetz angepasste Produkte rausbringen, ist ja noch Zeit – aktuell ist das meiste eh noch Ankündigung.


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