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MiFID II blockiert deutsche ETF-Auswahl - was bleibt uns 2027 übrig?

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Klaus_1975
Beiträge: 4
Themenstarter
(@klaus_1975)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#167]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mich auf das Altersvorsorgedepot vorzubereiten und stoße immer wieder auf Artikel über EU-Richtlinien, die angeblich unsere ETF-Auswahl massiv einschränken werden. Konkret geht es wohl um MiFID II und andere EU-Regularien, die bestimmte Finanzprodukte für deutsche Privatanleger komplett vom Markt nehmen könnten.

Mein Problem: Ich will jetzt schon anfangen zu verstehen, welche ETFs überhaupt noch verfügbar sein werden, wenn das Altersvorsorgedepot 2027 startet. Macht es Sinn, jetzt schon Listen anzulegen oder ändert sich bis dahin eh wieder alles?

Besonders verunsichert bin ich wegen der ganzen PRIIP-Verordnung und den neuen Kostentransparenz-Regeln. Manche sagen, das führt dazu, dass viele günstige ETFs einfach nicht mehr angeboten werden dürfen. Andere meinen, das sei alles Panikmache.

Habt ihr konkrete Infos, welche Anbieter oder ETF-Kategorien definitiv betroffen sind? Und wie bereitet ihr euch vor, falls wirklich die Hälfte der aktuellen ETF-Palette wegfällt?

Danke schon mal für eure Hilfe!


4 Antworten
FelixT_89
Beiträge: 28
(@felixt_89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich hab mich mit dem EU-Garantie-Thema schon beschäftigt. Die EU-Richtlinien sind nicht nur schlecht - sie räumen auch mit vielen überteuerten Produkten auf.

Ja, ein paar exotische ETFs fallen weg. Aber mal ehrlich: brauchte eh kein Mensch einen "Global Water Scarcity ETF" in der Altersvorsorge 😄

Bis 2027 passiert noch viel. Ich würde nicht zu früh in Panik verfallen.


Antwort
Frank_78
Beiträge: 30
(@frank_78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hi Klaus,

das Thema beschäftigt mich auch seit Wochen! Hab mich da ziemlich reingelesen, weil ich ja von Riester umsteigen will. Die PRIIP-Sache ist wirklich komplex.

So wie ich das verstehe, sind vor allem synthetische ETFs und manche ausländische Fonds betroffen. Die großen deutschen Anbieter wie iShares oder Xtrackers passen ihre Produkte aber an die EU-Vorgaben an. Problem ist eher, dass kleinere Nischenfonds vom Markt verschwinden könnten.

Meine Strategie: ich konzentriere mich auf die großen, etablierten ETFs (MSCI World, FTSE Developed, etc.). Die wird es definitiv auch 2027 noch geben. Für Altersvorsorge reicht das eh völlig aus.


Antwort
Marco_87
Beiträge: 29
(@marco_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, ich seh das kritischer als ihr beide. Klar, die Basis-ETFs bleiben. Aber gerade die interessanten Themen-ETFs (Clean Energy, Robotics, etc.) könnten echt Probleme bekommen.

Das nervt mich schon, weil ich gerne etwas breiter diversifiziert hätte. Andererseits - für 30+ Jahre Ansparzeit reicht ein simples 70/30 Portfolio (Welt/EM) wahrscheinlich wirklich aus.

Was mich mehr stört: Die ganzen neuen Reporting-Pflichten werden die Kosten nach oben treiben. Da können die ETF-Anbieter noch so effizient sein.


Antwort
A.Bergmann
Beiträge: 34
(@a-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Klaus, ich sammle seit dem Frühjahr systematisch alle Infos dazu. Wie Frank schreibt - die Grundausstattung an ETFs bleibt uns erhalten.

Was wegfallen könnte: Viele Sektor-ETFs, komplexe Multi-Asset-Produkte und teure aktive Fonds. Ehrlich gesagt - für die Altersvorsorge brauchen wir das eh nicht.

Mein Tipp: Jetzt schon die Unterlagen sammeln und sich auf 2-3 solide Basis-ETFs festlegen. MSCI World + Emerging Markets + vielleicht ein Europa-ETF - damit fährst du besser als mit 20 verschiedenen Nischenprodukten.

Die EU will eigentlich nur mehr Transparenz bei den Kosten. Das ist für uns Sparer langfristig sogar gut.


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