Hi zusammen,
nach all den Diskussionen über die neuen Altersvorsorgedepots ab 2027 überlege ich ernsthaft, von meinem Riester-Vertrag zu wechseln. Hab den seit 2009 und ehrlich gesagt bin ich nicht wirklich zufrieden mit der Rendite.
Jetzt plane ich für den Sommer erstmal Urlaub (endlich wieder richtig entspannen), aber danach will ich mich um meine Altersvorsorge kümmern. Die Frage ist: Wie läuft so ein Wechsel ab? Kann ich das Geld aus dem Riester-Vertrag einfach übertragen oder muss ich Strafzahlungen befürchten?
Besonders interessiert mich:
- Werden die ganzen Zulagen und Steuervorteile zurückgefordert?
- Wie lange dauert so eine Übertragung?
- Muss ich den alten Vertrag erstmal kündigen oder geht das direkt?
- Was ist mit den Kosten - zahle ich doppelt während der Übergangszeit?
Ich bin 46 und zahle momentan 150€ im Monat ein. Das neue System klingt verlockend, aber ich will nicht in eine Kostenfalle tappen. Hat jemand von euch schon mal gewechselt oder plant das auch?
Danke für eure Hilfe!
Hmm, da bin ich etwas anderer Meinung als H.Bergmann. Klar, die Rückzahlung der Zulagen ist erstmal schmerzhaft, aber nach 17 Jahren mageren Riester-Renditen kann sich ein kompletter Neustart trotzdem lohnen. Gerade mit 46 hast du noch über 20 Jahre bis zur Rente - da kann das Altersvorsorgedepot mit ETFs richtig was reißen.
Würde auf jeden Fall mal durchrechnen lassen: Rückzahlungssumme vs. mögliche Mehrrendite in den nächsten 20+ Jahren. Manchmal ist der radikale Schnitt besser als weiterwurschteln.
Hallo Frank,
der Wechsel ist leider nicht so einfach wie gedacht. Du kannst nicht direkt von Riester zum Altersvorsorgedepot übertragen - das sind zwei völlig verschiedene Systeme. Wenn du deinen Riester kündigst, musst du alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen, plus Zinsen. Das kann richtig teuer werden, besonders nach 17 Jahren.
Meine Empfehlung: Lass den Riester-Vertrag beitragsfrei stellen und fang parallel mit dem neuen Altersvorsorgedepot an. So behältst du wenigstens die bisherigen Zulagen und kannst trotzdem von den neuen Möglichkeiten profitieren. Das bedeutet zwar weniger Geld für das neue Depot, aber du verlierst nicht deine ganzen Förderungen.
Ich hatte vor ein paar Monaten schon mal über solche Wechsel-Fallen geschrieben - viele unterschätzen die versteckten Kosten.
Lass dich unbedingt vorher genau durchrechnen, was eine Kündigung kosten würde!