Alles wird teurer –...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Alles wird teurer – wie spart ihr bei Depotkosten konkret?

7 Beiträge
7 Benutzer
7 Reactions
67 Ansichten
Stefan87
Beiträge: 40
Themenstarter
(@stefan87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#196]

Moin zusammen,

irgendwie trifft mich das gerade von allen Seiten gleichzeitig. Der Urlaub im Sommer ist teurer als letztes Jahr, die Klimaanlage im Auto hat gerade den Geist aufgegeben und musste repariert werden, und jetzt lese ich überall, dass auch die Lebenshaltungskosten insgesamt weiter anziehen. Da überlegt man natürlich, wo man noch irgendwo Luft rausnehmen kann.

Ich beschäftige mich gerade ernsthaft mit dem Altersvorsorgedepot 2027 und versuche so gut wie möglich vorzubereiten. Dabei fällt mir auf: Bei den Anbietern und Produkten gibt's riesige Kostenunterschiede, die ich ehrlich gesagt noch nicht ganz durchblicke. Ausgabeaufschläge, Depotführungsgebühren, ETF-Kosten (TER), Ordergebühren – das summiert sich ja über Jahrzehnte enorm.

Meine Frage: Wie geht ihr konkret vor, um bei den Kosten wirklich günstig wegzukommen? Schaut ihr hauptsächlich auf den TER der ETFs? Oder ist die Depotgebühr am Ende wichtiger? Gibt es bestimmte Anbieter oder Produkttypen, bei denen man für das Altersvorsorgedepot 2027 strukturell günstiger fährt?

Bin kein Finanzprofi, will das aber von Anfang an richtig aufsetzen. Wenn man eh schon jeden Monat beisammenhalten muss, sollte wenigstens die Vorsorge nicht unnötig Geld fressen.

Danke schon mal!


Schlagwörter für Thema
6 Antworten
Marcus H.
Beiträge: 35
(@marcus82)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Muss H.Bergmann65 da ein bisschen widersprechen. Natürlich ist die Produktpassung wichtig, aber der Punkt mit den Kosten ist halt kein nice-to-have sondern knallharte Mathematik. Bei 30 Jahren Laufzeit und sagen wir 200€ monatlicher Einzahlung macht 0,3% TER-Unterschied locker mehrere tausend Euro aus. Das ist kein Kleinkram.

Ich schau da immer zuerst: keine Depotgebühr, TER unter 0,2%, Sparplan kostenlos oder maximal 1-2€ pro Ausführung. Das sind für mich die drei Kernkriterien. Wer diese Basis hat, ist schon sehr gut aufgestellt. Alles andere ist dann Feintuning.

Welche Anbieter das 2027 konkret erfüllen werden – da wart ich noch auf offizielle Zahlen. Hab hier im Forum schonmal geschaut wer überhaupt ans Rennen geht.


Antwort
Laura K.
Beiträge: 29
(@laurak89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich hab mich auch schon länger mit dem Anbietervergleich beschäftigt, da hab ich im Einstiegs-Thread zum Anbietervergleich einiges gelesen und selbst kommentiert.

Was ich inzwischen gelernt hab: Der TER ist wichtig, aber man sollte ihn immer mit der Sparplanfähigkeit zusammen denken. Manche günstigen ETFs sind nicht sparplanfähig bei bestimmten Anbietern – dann nützt der niedrige TER wenig, wenn man monatlich einzahlen will.

Für das Altersvorsorgedepot 2027 würde ich warten, bis die Anbieter ihre konkreten Konditionen veröffentlichen, was ja noch nicht vollständig passiert ist. Aktuell ist vieles noch im Fluss. Aber die Grundarbeit kann man jetzt machen: ETFs raussuchen die infrage kommen, Kriterien festlegen, Anbieterstruktur verstehen. Dann ist man vorbereitet wenn's losgeht.

Saisonaler Tipp falls relevant: Sommerloch nutzen, jetzt ist Zeit zum Recherchieren bevor der Alltag im Herbst wieder anzieht 😄


Antwort
Depot-Pro28
Beiträge: 60
(@depot-pro28)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage, das hab ich mir selbst auch schon ausführlich angeschaut. Ich hab dazu auch mal im Thread Mit 1.800€ netto als Berufseinsteiger – lohnt sich das Depot überhaupt? was dazu geschrieben.

Kurze Antwort: Beides zählt, aber in verschiedenen Phasen unterschiedlich stark. Gerade am Anfang mit kleinen Beträgen ist eine fixe Depotgebühr prozentual sehr schmerzhaft. Wenn das Depot wächst, wird der TER des ETFs wichtiger, weil er auf das gesamte Volumen angewendet wird.

Konkret würde ich so vorgehen: Anbieter ohne fixe jährliche Depotgebühr suchen – die gibt es, gerade bei Neobroker-artigen Lösungen. Dann ETFs mit möglichst niedrigem TER wählen, also unter 0,2% wenn möglich, idealerweise breit gestreute Welt-ETFs. Ordergebühren fallen bei Sparplänen oft weg oder sind sehr gering.

Das Gute am Altersvorsorgedepot 2027 ist, dass die staatliche Förderung einen Teil der Kostenlast abfedert – trotzdem sollte man nicht leichtsinnig sein. Wer 30 Jahre lang 0,5% mehr Kosten zahlt, verliert da locker 5-stellig gegenüber einer günstigeren Alternative.


Antwort
Werner-Kohl
Beiträge: 62
(@werner-kohl)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Ich hab das Thema Kleingedrucktes ja schon in einem anderen Thread hier angesprochen – Kosten beim Altersvorsorgedepot sind wirklich tückisch, weil sie auf den ersten Blick harmlos aussehen.

Was ich ergänzen möchte: Achtet nicht nur auf die laufenden Kosten, sondern auch auf Wechselgebühren. Wenn ein Anbieter anfangs günstig ist, aber beim Depotübertrag 50-100€ verlangt, kann das ärgerlich werden. Im Thread über versteckte Kosten hab ich dazu schon einiges zusammengetragen.

Grundsätzlich: TER ist langfristig der wichtigste Hebel. Aber man sollte das Gesamtbild sehen – Depot, Transaktion, Währungsumrechnung wenn man internationale ETFs nimmt, und mögliche Servicegebühren für Beratung oder Umschichtung. Manche Anbieter locken mit niedrigen ETF-Kosten und holen sich das Geld dann über den Spread oder versteckte Serviceentgelte zurück. Also immer das Preisverzeichnis komplett lesen, nicht nur die Headline-Zahlen.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen: