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Anbietervergleich Kosten: Wo fange ich beim Einstieg an?

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TobiasK92
Beiträge: 4
Themenstarter
(@tobiask92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#190]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade in meiner Urlaubsvorbereitung (Urlaub geht erst Ende Juli los, also noch etwas Zeit zum Planen) intensiver mit dem Thema Altersvorsorgedepot 2027 und hänge aktuell bei einem Punkt fest, der mir ehrlich gesagt Kopfzerbrechen bereitet: dem Kostenvergleich zwischen verschiedenen Anbietern.

Ich hab mir in den letzten Wochen ein paar Seiten von Direktbrokern und auch klassischen Filialbanken angeschaut, und die Kostenstrukturen sind so unterschiedlich, dass ich kaum einen Vergleich hinbekomme. Die einen nennen Depotgebühren pro Jahr, andere rechnen alles über den Spread oder Transaktionskosten ab, wieder andere haben prozentuale Modelle auf das Depotvolumen. Und dann kommen noch ETF-interne Kosten (TER) dazu, die ja unabhängig vom Anbieter anfallen.

Mir ist noch nicht klar, worauf ich als Einsteiger überhaupt den Fokus legen soll. Zählen monatliche Depotgebühren mehr oder eher die Transaktionskosten, wenn ich per Sparplan investiere? Und macht es einen spürbaren Unterschied, ob ich 0,1% oder 0,3% TER beim ETF habe, wenn das Depot vielleicht erstmal nur mit 100-150€ monatlich befüllt wird?

Ich will das gern noch vor 2027 sortiert haben, damit ich dann direkt loslegen kann ohne ewig nachzudenken. Hat hier jemand das schon durchgerechnet oder kennt brauchbare Vergleichsquellen?

Danke schon mal!


6 Antworten
LauraK89
Beiträge: 9
(@laurak89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich verfolg das Thema auch schon länger und hab mir letzte Woche mal hingesetzt und ein kleines Excel gebastelt. Für 150€ monatlich über 30 Jahre: Bei einem Anbieter mit 12€ Jahresgebühr + 0€ Sparplankosten vs. einem ohne Jahresgebühr aber 1,50€ pro Sparplanausführung – das ist quasi gleich teuer. Der Unterschied kommt dann wirklich erst bei der TER, über lange Zeiträume. Was ich empfehlen würde: Schau dir wirklich nur Direktbroker an, keine Filialbanken – da sind die Kostenstrukturen für ETF-Sparpläne einfach deutlich günstiger. Und ja, warten bis 2027 näher ist macht Sinn, wie KlausH schreibt, aber eine Vorauswahl jetzt schadet nicht.


Antwort
Gnter67
Beiträge: 32
(@gnter67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Also ich sag mal ehrlich: Ich hab bei meiner Bank nachgefragt und der Berater hat mir erstmal gar keine klare Kostenaufstellung gegeben. Man muss wirklich hartnäckig nachfragen oder direkt ins Preis- und Leistungsverzeichnis schauen, nicht auf die mündliche Aussage vertrauen. Das hab ich gelernt nachdem ich mal ne schlechte Beratung erlebt hab – da hatte ich ja auch im Beratungsthread geschrieben. Direkt beim Broker online vergleichen ist meiner Meinung nach viel transparenter als der Filialkram.


Antwort
KlausH
Beiträge: 29
(@klaush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hab mich dazu auch schon etwas reingefuchst, nachdem ich im Anbieter-Thread hier mitgelesen hab. Was mir aufgefallen ist: Gerade für das neue Altersvorsorgedepot 2027 sind noch nicht alle Anbieter offiziell mit ihren Konditionen raus. Einige haben nur grobe Ankündigungen gemacht. Ich würd deshalb empfehlen, jetzt schon eine Vorauswahl 2-3 Anbieter zu machen, aber erst kurz vor dem Start 2027 die finalen Kosten zu vergleichen – weil sich da noch was ändern kann. Was die TER-Frage angeht: 0,2 Prozentpunkte Unterschied bei 100€ Monatsbeitrag sind im ersten Jahr weniger als 3€ Unterschied. Relevant wird das erst wenn das Depot größer wird.


Antwort
W.Hartmann
Beiträge: 34
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Da muss ich ehrlich gesagt ein bisschen widersprechen, oder zumindest ergänzen: Ich find den Fokus auf Depotkosten beim Einstieg manchmal etwas übertrieben. Klar ist günstig besser, aber wer als Anfänger 2 Stunden in den Kostenvergleich investiert und dann doch zu einem Anbieter mit 0,15% höherer TER geht weil der bessere ETF-Auswahl hat, ist damit vielleicht sogar besser dran. Gerade bei kleinen Beträgen macht der ETF-Auswahl-Umfang und die Bedienbarkeit der Plattform oft mehr aus als ein paar Cent monatliche Mehrkosten. Hab selbst mal meiner Bank erklärt warum ich lieber ETFs will statt deren hauseigene Fonds – das war die viel wichtigere Entscheidung als welchen Broker ich nehme. Dazu hab ich auch schon was geschrieben.


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