Gute Frage, das hab ich mich selbst auch gefragt als ich angefangen hab, Anbieter zu vergleichen. Kurz gesagt: Bei Sparplänen auf ETFs sind laufende Depotgebühren und die Sparplan-Ausführungskosten das, was wirklich zählt – besonders bei kleinen Beträgen unter 200€ monatlich. Eine fixe Jahresgebühr von z.B. 12€ fällt bei 1.200€ Jahresbeitrag schon deutlich ins Gewicht, bei einem Anbieter ohne Depotgebühr aber gar nicht. TER-Unterschiede zwischen 0,1% und 0,3% sind über Jahrzehnte relevant, bei kleinen Anfangsbeträgen aber erstmal Nebensache. Ich würde also erstmal Anbieter ohne Depotgebühr und mit kostenlosen ETF-Sparplänen suchen – das sind die zwei wichtigsten Filter. Im Zins-Tracking-Thread haben wir auch kurz drüber geredet, welche Onlinebroker grundsätzlich auf dem Schirm sind, vielleicht hilft das als Einstieg.
Ich lese hier mit und finde die Diskussion nützlich. Aus meiner Erfahrung – ich bin etwas älter und hab noch die Zeiten erlebt wo Depotgebühren pauschal 50 Mark im Jahr waren – ist der Markt heute wirklich viel transparenter geworden. Trotzdem würde ich warnen: Es gibt manchmal versteckte Kosten bei Teilausführungen, bei Dividendenausschüttungen oder beim Wechsel des Anbieters später. Gerade ein Depotübertrag auf einen anderen Anbieter kann Gebühren kosten, das wird oft nicht erwähnt. Für jemanden der 2027 anfängt und vielleicht 30-40 Jahre dabei bleibt, ist das zwar erstmal egal, aber gut zu wissen. Ich hab mir das alles im Sommer zusammengesucht, kommt mir gelegen da ich eh mehr Zeit hab als im Winter.