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Wo trackt ihr eigentlich laufend die Zinsen für 2027?

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Klaus-Hartmann
Beiträge: 8
Themenstarter
(@klaus-hartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#186]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich jetzt schon eine Weile mit dem neuen Altersvorsorgedepot und versuche, mir möglichst früh einen guten Überblick zu verschaffen. Ein Punkt, der mich gerade umtreibt: Wie verfolgt ihr eigentlich die aktuelle Zinsentwicklung bei den klassischen Altersvorsorgeprodukten – also z.B. bei den festverzinslichen Anteilen, die manche Anbieter neben ETFs anbieten wollen?

Ich frage mich konkret, ob und wie sich die aktuellen EZB-Entscheidungen auf das eigentlich überhaupt auswirken werden, was Anbieter später als Garantiezins oder Zinskomponente ins Produkt einbauen. Gibt es da verlässliche Quellen, die ihr regelmäßig checkt? Bundesbank-Berichte, Verbraucherportale, irgendwas anderes?

Das Thema ist nicht ganz einfach, weil das Depot ja noch gar nicht verfügbar ist und die Anbieter noch keine konkreten Konditionen kommuniziert haben. Trotzdem interessiert mich, ob man jetzt schon einen Eindruck bekommen kann, in welche Richtung das geht – damit ich nicht völlig unvorbereitet bin, wenn es 2027 losgeht.

Sommerzeit bedeutet für mich eigentlich Urlaubsplanung, aber dieses Jahr nimmt mich das Thema private Vorsorge doch mehr in Beschlag als gedacht. Über Tipps und Erfahrungen freue ich mich sehr.

Viele Grüße
Klaus-Hartmann


5 Antworten
LauraK89
Beiträge: 9
(@laurak89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo Klaus-Hartmann,

die Frage kenne ich gut, ich hab mich da selbst schon reingewühlt. Ich schaue regelmäßig auf die Seiten der Bundesbank und auf das Statistikportal der EZB – die veröffentlichen aktuelle Leitzinsdaten und auch Einlagezinsen für Privatkunden, was zumindest eine grobe Orientierung gibt.

Das Problem ist aber, was du selbst schon ansprichst: Die Anbieter fürs neue Depot haben noch keine Konditionen. Ich hab das auch im Riester-Thread hier im Forum diskutiert – da ging es zwar um was anderes, aber am Ende hängt vieles davon ab, wie die Anbieter den Zinstrend in ihre Produkte einpreisen. Das werden sie erst kurz vor dem Start konkretisieren.

Für jetzt würde ich empfehlen: EZB-Ratssitzungen im Blick behalten (die nächsten sind im Sommer noch relevant), und vielleicht Finanztip oder den BVI als deutschsprachige Quellen ergänzen. Die schreiben oft verständlich auf, was Zinsveränderungen für Vorsorgesparer bedeuten könnten.


Antwort
S.Bergmann
Beiträge: 27
(@s-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich habs ein bisschen anders angegangen. Ich schaue weniger auf den Leitzins direkt, sondern auf die Entwicklung der Umlaufrendite für Bundesanleihen – die gibt einem ein besseres Bild davon, wo festverzinsliche Produkte mittelfristig landen könnten. Die Deutsche Finanzagentur veröffentlicht das regelmäßig.

Was ich spannend finde: Die EZB hat ja in den letzten Monaten die Zinsen leicht gesenkt, aber die Kapitalmarktzinsen sind nicht im gleichen Maß mitgegangen. Das heißt, bei langen Laufzeiten – und Altersvorsorge ist ja per Definition langfristig – ist das Bild nicht so eindeutig wie manche denken.

Für das neue Depot würde ich das so sehen: Wenn du einen garantierten Anteil willst, schau auf die Entwicklung der 10-Jahres-Bundesanleihe als Referenzpunkt. Wenn es rein um ETF geht, ist der Tageszins eigentlich egal.


Antwort
ThomasB.
Beiträge: 3
(@thomasb)
Active Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

VorsorgeMentor67 hat da schon den Kern getroffen. Ich seh das ähnlich.

Konkret zum Tracking: Ich nutz eigentlich nur den kostenlosen Newsletter der Stiftung Warentest und gelegentlich Finanztip. Reicht für mich völlig, ohne dass ich täglich auf Zinsportale schaue. Gerade im Sommer, wo man eigentlich andere Dinge im Kopf hat, ist weniger manchmal mehr.


Antwort
VorsorgeMentor67
Beiträge: 26
(@vorsorgementor67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Guter Austausch hier. Ich möchte aber mal etwas bremsen: Die Frage, welchen Zinssatz ein Anbieter 2027 auf eine Garantiekomponente bieten wird, lässt sich heute schlicht nicht seriös vorhersagen. Die Anbieter wissen das selbst noch nicht – und wer jetzt konkrete Zahlen verspricht, sollte mit Skepsis betrachtet werden.

Was man machen kann: den allgemeinen Zinsausblick verfolgen (EZB-Projektionen, Bundesbank-Monatsberichte) und daraus ein grobes Szenario ableiten. Mehr nicht.

Ich schreib das auch deshalb, weil ich immer wieder sehe, dass Sparer zu viel Energie in kurzfristige Marktbeobachtung stecken statt in die Grundentscheidung: Welche Produktstruktur passt zu mir? Brauche ich überhaupt eine Zinskomponente, oder fahre ich besser mit einem breit gestreuten ETF-Depot? Das ist die eigentlich relevante Frage für die meisten hier. Habe dazu auch im ETF-Kosten-Thread schon ausführlicher geschrieben.


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