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Meine Bank will mir ihre Fonds andrehen statt ETFs - Eltern überzeugen?

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W.Hartmann
Beiträge: 34
Themenstarter
(@w-hartmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#136]

Hallo zusammen,

ich bin 24 und will endlich mit dem Altersvorsorgedepot 2027 starten. Hab mich schon schlau gemacht und eigentlich alles klar - will das Standarddepot mit ETFs.

Nur jetzt war ich bei meiner Hausbank (Sparkasse) und der Berater meinte, ihre hauseigenen Fonds wären viel besser als so "anonyme ETFs". Hat mir ne Präsentation gezeigt mit irgendwelchen Renditeprognosen und gemeint, bei ETFs würde ich ja nur "Durchschnitt" bekommen.

Das Problem: Meine Eltern vertrauen dem Sparkassenberater total und meinen ich soll auf ihn hören. "Der Herr Schmidt berät uns schon seit 20 Jahren, der weiß schon was er tut." Typisch halt.

Ich hab schon versucht zu erklären, dass die Kosten bei aktiven Fonds viel höher sind und die meisten schlechter performen als ETFs. Aber sie verstehen das nicht so richtig und sagen ich soll nicht so "kompliziert" denken.

Wie kann ich ihnen das vernünftig erklären? Hab auch überlegt, einfach woanders hinzugehen, aber sie unterstützen mich finanziell noch teilweise und ich will keinen Streit.

Gibt es gute Argumente oder Quellen, die auch für Laien verständlich sind? Will im Sommer anfangen zu sparen, bevor ich nach dem Studium richtig ins Berufsleben starte.

Danke schonmal!


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3 Antworten
Werner78
Beiträge: 17
(@werner78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich muss sagen, ganz so pauschal würd ich das nicht sehen. Ja, ETFs sind meist günstiger, aber ein guter aktiver Fondsmanager kann durchaus Mehrwert schaffen.

Das Problem ist eher: Woher weißt du vorher, welcher Manager gut ist? Die meisten sind es nicht, das stimmt schon.

Aber Stefan_78 hat nen guten Punkt gemacht - zeig konkrete Zahlen. Und vielleicht bittest du deine Eltern einfach mal zu nem neutralen Honorarberater mitzukommen? Kostet zwar was, aber dann hören sie's von nem Profi, der nix verkaufen will.

Oder du gehst den diplomatischen Weg: Fang mit nem kleinen Betrag bei der Sparkasse an, parallel dazu ETF-Sparplan woanders. Nach nem Jahr vergleichst du die Performance. Lerngeld ist auch was wert.


Antwort
VorsorgeFuchs28
Beiträge: 28
(@vorsorgefuchs28)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kenn das Problem leider auch... Hatte ähnliche Diskussionen mit meinen Eltern wegen meinem alten DWS-Riester, den ich letztes Jahr endlich gewechselt hab.

Ein Tipp: Lass dir vom Sparkassenberater die genauen Kosten schriftlich geben. Also TER, Ausgabeaufschlag, alle versteckten Gebühren. Dann rechnest du das gegen ETF-Kosten vor. Schwarz auf weiß überzeugt meist mehr als Worte.

Und frag ihn doch mal, warum er nicht selbst in diese "tollen" Fonds investiert, sondern vermutlich ein Gehalt von der Bank bekommt 😉

Ansonsten: Du bist 24, du entscheidest. Lass dich nicht von falsch verstandener Höflichkeit abhalten. Das ist DEINE Rente!


Antwort
Stefan_78
Beiträge: 7
(@stefan_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Oh man, das kenn ich! War bei mir genauso mit meinen Eltern und der Volksbank.

Zeig ihnen doch mal die Zahlen: Bei aktiven Fonds zahlst du oft 1,5-2% Gebühren pro Jahr, bei ETFs meist nur 0,2-0,5%. Das sind bei 100€ monatlich über 30 Jahre locker mehrere tausend Euro Unterschied!

Was bei mir geholfen hat: Ich hab meinen Eltern den Kommer-Artikel aus der Zeit gezeigt, wo erklärt wird warum 80% der aktiven Fonds schlechter laufen als der Index. Das war neutral genug, dass sie es ernst genommen haben.

Und das Argument "Durchschnitt" ist ja Quatsch - der MSCI World ist der Durchschnitt der 1600 besten Unternehmen weltweit. Das ist schon ziemlich gut!

Falls sie trotzdem skeptisch bleiben: Schlag nen Kompromiss vor. Du machst 70% ETFs und 30% deren Lieblingsfonds. Dann sehen sie nach ein paar Jahren selbst den Unterschied.


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