Hey Leute,
ich bin gerade dabei mich über das neue Altersvorsorgedepot zu informieren und war schon bei zwei verschiedenen Banken zur Beratung. Ehrlich gesagt bin ich danach verwirrter als vorher...
Bei der ersten Bank hat mir der Berater sofort irgendwelche teuren Fonds andrehen wollen, obwohl ich extra nach günstigen ETFs gefragt habe. Bei der zweiten Bank wusste der Typ nicht mal richtig Bescheid über die neuen Förderregeln ab 2027. Hat ständig gestottert und musste alles nachschlagen.
Ich höre auch von Freunden, dass die Beratungsqualität überall schlechter wird. Die Berater sind wohl überlastet oder schlecht geschult? Keine Ahnung.
Woran erkenne ich denn einen guten Berater? Auf was soll ich achten wenn ich da sitze? Und gibt es bestimmte Fragen die ich stellen kann um zu testen ob der überhaupt Ahnung hat?
Bin echt verunsichert, will aber auch nicht alleine entscheiden. Zumal ich im August in den Urlaub fahre und das eigentlich vorher klären wollte.
Danke für eure Tipps!
Nina, das Problem kenn ich gut. War vor ein paar Wochen auch bei meiner Hausbank wegen dem neuen Depot und der junge Berater hatte keine Ahnung. Hat mir ernsthaft versucht zu erklären, dass thesaurierende ETFs steuerlich schlechter sind - kompletter Quatsch!
Mein Tipp: Frag konkret nach den TER-Kosten der vorgeschlagenen Produkte. Wenn der bei 1,5% oder höher liegt, ist das meist Abzocke. Bei ETFs sollte man unter 0,3% bleiben. Und lass dir immer das Produktinformationsblatt geben, nie sofort unterschreiben.
Ich hab übrigens in einem anderen Thread schon mal über Kosten diskutiert - da ging's um ähnliche Probleme mit der Beratung.
Die Beratungsqualität ist wirklich dramatisch gesunken. Ich arbeite seit Jahren im Finanzbereich und sehe das täglich. Viele Berater haben nur oberflächliches Wissen und werden hauptsächlich auf Verkauf getrimmt.
Meine Empfehlung: Bereite dich gut vor und stelle Testfragen. Zum Beispiel nach der Unterschied zwischen Basis- und Zusatzrente beim neuen Depot. Oder frag nach der Behandlung von Vorabpauschalen bei thesaurierenden ETFs.
Wenn der Berater nicht spontan antworten kann oder ausweicht, ist das ein Warnsignal. Seriöse Berater geben auch zu wenn sie etwas nicht wissen und schauen nach.
Und wichtig: Lass dich nicht unter Zeitdruck setzen. Gerade jetzt im Sommer nehmen sich viele die Zeit für solche Entscheidungen.
Kurz und knapp: Finger weg von Beratern die hauptsächlich aktive Fonds verkaufen wollen. Das neue Altersvorsorgedepot funktioniert am besten mit günstigen ETFs.
Frag nach: Welche ETFs werden angeboten? Wie hoch sind die laufenden Kosten? Gibt es Ausgabeaufschläge?
Wenn der Berater keine klaren Antworten hat oder alles kompliziert macht, such dir einen anderen.