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Thesaurierend vs ausschüttend bei 25 Jahren - Steueroptimierung wichtiger?

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Gnter67
Beiträge: 32
Themenstarter
(@gnter67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#4]

Hey Leute,

stehe vor einer Entscheidung bei meinem ETF-Portfolio fürs neue Altersvorsorgedepot. Bin 42, hab also noch gut 25 Jahre bis zur Rente und überlege mir die ETF-Auswahl.

Bisher dachte ich immer: thesaurierende ETFs sind das Nonplusultra wegen Zinseszinseffekt und Steuerstundung. Aber jetzt hab ich gelesen, dass ausschüttende ETFs bei der langen Laufzeit auch Vorteile haben könnten - wegen der Flexibilität und weil man die Ausschüttungen ja wieder anlegen kann.

Meine Frage: Macht es bei 25 Jahren Anlagehorizont steuerlich wirklich noch so einen großen Unterschied? Oder sollte ich eher auf Flexibilität setzen und könnte die Ausschüttungen z.B. mal für größere Anschaffungen nutzen (neue Klimaanlage steht diesen Sommer an...)?

Wie seht ihr das? Bin etwas verwirrt von den ganzen Meinungen im Netz. Bei der neuen Förderung ab 2027 ändert sich ja eh einiges bei der Besteuerung, oder?

Danke für eure Einschätzungen!


3 Antworten
VorsorgeMentor67
Beiträge: 26
(@vorsorgementor67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Muss Marco widersprechen - so pauschal kann man das nicht sagen. Bei 25 Jahren ist der Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend längst nicht mehr so dramatisch wie früher. Die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs frisst einen Teil des Steuervorteils auf.

Ausschüttende ETFs haben durchaus ihre Berechtigung: Du siehst regelmäßig "Erträge", kannst diese gezielt reinvestieren oder eben doch mal flexibel nutzen. Gerade in der aktuellen Zinssituation können die Ausschüttungen auch erstmal auf dem Tagesgeld geparkt werden, bis sich bessere Einstiegschancen ergeben.

Wichtiger als thesaurierend vs. ausschüttend ist meiner Ansicht nach die Kostenstruktur und die Tracking-Qualität des ETFs. Schau dir lieber die TER an!


Antwort
Marco_87
Beiträge: 29
(@marco_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Bei 25 Jahren würde ich definitiv thesaurierend nehmen! Der Steuerstundungseffekt ist bei der Laufzeit noch richtig wertvoll. Klar, die Flexibilität ist bei Ausschüttern höher, aber ehrlich gesagt ist das eher ein Risiko als ein Vorteil - zu verlockend, die Kohle mal eben für andere Sachen zu verwenden.

Zum Punkt Klimaanlage: Das solltest du aus anderem Geld finanzieren, nicht aus der Altersvorsorge. Da hab ich neulich schon mal geschrieben, wie wichtig die Disziplin beim langfristigen Sparen ist.

Wegen 2027: Die nachgelagerte Besteuerung bleibt ja bestehen, also ändert sich am Grundprinzip nichts.


Antwort
SabineM42
Beiträge: 14
(@sabinem42)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich hab mich vor kurzem mit dem gleichen Thema beschäftigt, hatte da schon mal gefragt wegen der ETF-Auswahl bei der geförderten Vorsorge.

Mein Fazit nach viel Recherche: Bei deinem Alter würde ich einen Mix machen. Hauptanteil thesaurierend für den Steuervorteil, kleinerer Teil ausschüttend für etwas Flexibilität. So hast du das Beste aus beiden Welten.

Gerade bei der neuen Förderung ab 2027 wird sowieso alles nachgelagert besteuert, da spielt die aktuelle Diskussion um Vorabpauschale etc. eine geringere Rolle als bei normalen Depots.


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