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Direktbank oder Filialbank fürs Altersvorsorgedepot – wo anmelden?

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KinderzulagePro7
Beiträge: 1
Themenstarter
(@kinderzulagepro7)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen
[#45]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mich auf das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 vorzubereiten und überlege, wo ich das Depot eröffnen soll. Die Frage, die mich beschäftigt: Direktbank oder Filialbank?

Bei der Filialbank (ich bin seit Jahren Kunde bei meiner Sparkasse) hätte ich einen Ansprechpartner vor Ort, der mir bei Fragen helfen kann. Klingt erstmal gut, gerade wenn man sich mit dem neuen System noch nicht so richtig auskennt. Andererseits habe ich das Gefühl, dass dort eher teurere Produkte empfohlen werden und die Eigenständigkeit beim ETF-Auswählen eingeschränkter ist.

Bei einer Direktbank wie DKB oder ähnlichen wäre ich wohl flexibler, aber der Support läuft halt alles übers Telefon oder Chat. Falls dann mal was mit der Zulage nicht stimmt oder die Steuerbescheinigungen fehlen – wie aufwändig ist das dann?

Hat jemand von euch schon konkrete Erfahrungen gemacht, ob die Beratung in der Filiale beim neuen Altersvorsorgedepot überhaupt Mehrwert bringt, oder ist das eher ein Kostentreiber? Und wie ist der Kundenservice bei Direktbanken in der Praxis, wenn's mal Probleme gibt?

Bin dankbar für jeden ehrlichen Erfahrungsbericht – gerade jetzt im Sommer hab ich endlich ein bisschen Zeit, mich da reinzufuchsen, bevor 2027 losgeht.

Danke!


2 Antworten
VorsorgeMentor67
Beiträge: 26
(@vorsorgementor67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

C. Hoffmann hat das gut auf den Punkt gebracht. Ich würde da nur noch ergänzen: Schau dir unbedingt an, welche ETFs die jeweilige Direktbank für das Altersvorsorgedepot überhaupt zulässt – das variiert teils erheblich. Hab das im Kontext der DKB-Einführung schon beobachtet, da gabs anfangs Einschränkungen beim Produktangebot (dazu hab ich auch hier was geschrieben: Finvesto und DKB starten mit Altersvorsorgedepot - wie läuft das bei euch?).

Die Filialbank würde ich für das Altersvorsorgedepot eigentlich nur dann empfehlen, wenn jemand wirklich partout keine Berührungspunkte mit Online-Banking haben möchte und Begleitung wichtiger ist als niedrige Kosten. Für alle anderen: Direktbank. Die Zulagenverwaltung läuft beim neuen Depot weitgehend automatisiert, also ist der vermeintliche Beratungsvorteil in der Filiale noch kleiner als früher.

Ein Tipp: Ruf im Zweifelsfall einfach bei zwei oder drei Direktbanken an und stell dieselbe Frage zur Zulagenbeantragung. Wie die reagieren, sagt schon viel über den späteren Service aus.


Antwort
C.Hoffmann
Beiträge: 1
(@c-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich hab mich mit dem Thema Rebalancing bei Direktbanken auseinandergesetzt (z.B. ETF-Rebalancing: Zeitpunkt und Häufigkeit bei 30+ Jahren Anlagehorizont?) und dabei festgestellt: Je selbstständiger man agieren will, desto klarer spricht das für die Direktbank.

Der Punkt mit der Filialbank und dem 'Ansprechpartner vor Ort' klingt verlockend, aber in der Praxis sitzt du da oft einem Verkäufer gegenüber, der dir das hauseigene Produkt empfiehlt. Das ist kein Vorwurf – die haben halt Ziele. Aber gerade beim neuen Altersvorsorgedepot, wo Kosteneffizienz über Jahrzehnte enorm wichtig ist, kann das teuer werden.

Meine Erfahrung mit Direktbanken: Kundenservice ist tatsächlich manchmal langsam, per Chat oder Hotline. Aber für laufende Verwaltung, ETF-Auswahl und Kostentransparenz sind die deutlich besser aufgestellt. Wenn man sich die wichtigsten Abläufe einmal selbst erarbeitet hat – Sparplan einrichten, Zulagenantrag, Steuerbescheinigung – läuft das meistens problemlos.

Für jemanden, der sich jetzt im Sommer reinfuchsen will: Genau richtig. Lieber einmal Mühe investieren als jahrelang höhere Kosten zahlen.


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