Seite wählen

Mindesteinzahlung u...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Mindesteinzahlung und Flexibilität bei Anbietern 2026 - Vergleich?

7 Beiträge
7 Benutzer
0 Reactions
5 Ansichten
Klaus_1975
Beiträge: 4
Themenstarter
(@klaus_1975)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#39]

Hallo zusammen,

ich plane gerade ernsthaft, ab Januar 2027 das neue Altersvorsorgedepot zu nutzen und schaue mich aktuell nach Anbietern um. Ich bin Jahrgang 1975, also noch gut 20 Jahre bis zur Rente, und möchte das Ganze von Anfang an richtig aufsetzen.

Was mich am meisten beschäftigt: Wie flexibel sind die verschiedenen Anbieter bei den Einzahlungen? Ich habe einen relativ schwankenden Job (Projektarbeit), d.h. manche Monate läuft es gut, manche Monate eher nicht. Ich kann also nicht immer den gleichen Betrag einzahlen.

Konkret interessieren mich:
- Gibt es Mindestbeträge für den monatlichen Sparplan? Habe gelesen, dass manche Anbieter auf 25€ oder sogar 50€ bestehen.
- Kann man Monate komplett aussetzen ohne Strafe oder Zusatzgebühren?
- Was passiert, wenn man mal eine Einzahlung vergisst - verliert man dann die Förderung für den Monat?
- Unterschied zwischen Einmalzahlung und Sparplan beim gleichen Anbieter?

Sommerzeit ist ja Planungszeit für mich, wenn weniger los ist im Büro. Ich nutze die nächsten Wochen, um das endlich durchzudenken, bevor es im Herbst wieder stressiger wird. Hat jemand schon konkrete Informationen zu einzelnen Anbietern gesammelt? Oder gibt es eine vernünftige Vergleichsseite, die das schon aufbereitet?

Danke!
Klaus


6 Antworten
Monika67
Beiträge: 9
(@monika67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo Klaus,

die Frage nach der Flexibilität ist wirklich eine der wichtigsten beim Anbietervergleich, finde ich. Ich hab mich da auch schon länger durchgearbeitet – unter anderem hab ich mich im Thread zum Anbieterwechsel dazu ausgetauscht, weil Flexibilität am Anfang eben auch bedeutet, dass man nicht gleich beim falschen Anbieter eingesperrt ist.

Zum Stand 2026 (also für die Vorbereitung auf 2027): Die meisten Neobroker wie Trade Republic oder Scalable kommunizieren aktuell Sparpläne ab 1€ oder 10€, aber das sind noch keine offiziellen Konditionen für das geförderte Depot. Die klassischen Filialbanken dürften eher bei 25-50€ liegen, wenn man sich ihre bisherigen Sparplan-Strukturen anschaut.

Was das Aussetzen betrifft: Nach meinem Verständnis des Gesetzes ist die Förderung jahresbezogen, nicht monatsbezogen. D.h. du kannst Einzahlungen unregelmäßig machen, solange du den Mindestbeitrag fürs Jahr erreichst um die volle Förderung zu bekommen. Einzelne Monate aussetzen sollte also kein Problem sein – aber bitte nochmal selbst prüfen, ich bin kein Steuerberater.

Grundsätzlich würde ich empfehlen, die endgültigen Produktbedingungen erst abzuwarten, bevor man sich festlegt. Ende 2026 wird das konkreter.


Antwort
H.Bergmann
Beiträge: 31
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurze Ergänzung aus Kostenperspektive: Bei Anbietern mit fixer monatlicher Depotgebühr kann eine zu niedrige Einzahlung die Kostenquote massiv verzerren. Wer 10€ pro Monat einzahlt und dafür 2-3€ Depotgebühr zahlt, hat schon 20-30% Kosten – das frisst jeden Fördereffekt auf. Ich hab das im Kostenthread ausführlicher beschrieben.

Flexibilität ist wichtig, aber Flexibilität bei niedrigen Einzahlungen und hohen Fixkosten ist eine schlechte Kombination. Anbieter ohne Depotgebühr (die nur über ETF-Kosten verdienen) sind für unregelmäßige Einzahler strukturell besser geeignet.


Antwort
WalterSchmidt
Beiträge: 11
(@walterschmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich sehe das ehrlichgesagt etwas pragmatischer als die anderen hier: Wir reden über ein Produkt das in 2026 noch gar nicht existiert. Kein Anbieter hat finale, verbindliche Konditionen veröffentlicht. Was wir alle hier sammeln sind bestenfalls Erwartungen und Hochrechnungen aus bestehenden Produkten.

Ich hab beim Anbieterwechsel-Thread schon geschrieben: Wer jetzt zu früh auf einen Anbieter festlegt ohne die echten Konditionen zu kennen, riskiert Enttäuschungen. Lieber im Oktober/November 2026 nochmal schauen wenn die Anbieter ihre Produktblätter veröffentlichen.

Für dein konkretes Problem mit schwankenden Einnahmen: Das ist eigentlich ein guter Grund, jetzt noch nicht auf einen Anbieter zu wetten. Schreib dir deine Anforderungen auf (Flexibilität, keine Mindestbeiträge, keine Kündigungsgebühren beim Wechsel) und check das dann gegen die realen Angebote Ende des Jahres.


Antwort
L.Weber
Beiträge: 14
(@l-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hab das Thema Mindesteinzahlung auch auf dem Schirm, nachdem ich mich bei Finvesto und DKB schon ein bisschen umgeschaut habe.

DKB hat historisch Sparpläne ab 10€ angeboten, Finvesto etwas ähnliches. Ob das 1:1 aufs Altersvorsorgedepot übertragen wird, steht noch nicht fest – die meisten Anbieter haben ihre offiziellen Konditionen für das neue Produkt noch nicht veröffentlicht, zumindest nicht vollständig. Das ist der Stand von Ende Mai/Anfang Juni hier.

Was mir aber wichtig erscheint: Nicht nur die Mindesteinzahlung anschauen, sondern auch schauen ob der Anbieter technisch eine Sparplanpflicht hat oder ob Einzelüberweisungen genauso einfach möglich sind. Bei manchen Anbietern läuft das über feste Sparpläne und manuelle Sonderzahlungen oben drauf – das wäre für deinen Fall eigentlich ideal. Du könntest einen niedrigen Basissparplan einrichten (z.B. 25€) und in guten Monaten manuell aufstocken.

Die Frage mit der Förderung bei Aussetzen hat Monika gut beantwortet – Jahresperspektive ist hier das Stichwort.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen: