Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einigen Monaten intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot und plane das für meinen jüngeren Bruder, der 2027 direkt ins Berufsleben startet. Er hätte damit Anspruch auf den Berufseinsteigerbonus, was ich als ziemlich attraktiv empfinde – gerade in den ersten Jahren, wenn man noch wenig verdient und die Sparquote entsprechend niedrig ist.
Jetzt stellt sich mir aber eine Frage, zu der ich bisher keine klare Antwort gefunden habe: Kann man den Berufseinsteigerbonus eigentlich mit einem Versicherungsmantel kombinieren, also zum Beispiel über eine fondsgebundene Rentenversicherung, die ab 2027 als gefördertes Altersvorsorgedepot zugelassen ist? Oder gilt der Bonus nur für das klassische Depotmodell ohne Versicherungsmantel?
Als ETF-Sparer bin ich eigentlich eher skeptisch gegenüber Versicherungsmänteln wegen der Kostenstruktur. Aber für meinen Bruder frage ich mich, ob es durch die Kombination aus Bonus und beitragsproportionaler Förderung trotzdem rechnen könnte – zumindest in den ersten Berufsjahren, bevor er vielleicht auf ein reines Depot wechselt.
Hat hier jemand konkrete Informationen dazu, wie das Zusammenspiel von Einsteigerbonus und Versicherungsprodukt geregelt ist? Das Sommerloch hat mich anscheinend dazu gebracht, mich in sowas reinzufuchsen statt in den Urlaub zu fahren. 😄
Danke schon mal!
Gute Frage, ich hab mich das auch schon gefragt. Soweit ich das verstehe, ist der Berufseinsteigerbonus an das geförderte Altersvorsorgedepot als solches geknüpft – also unabhängig davon, ob das als reines Depot oder über einen Versicherungsmantel läuft. Beide Varianten sollen ja 2027 förderungsfähig sein, wenn sie die Zulassungskriterien erfüllen.
Das eigentliche Problem beim Versicherungsmantel bleibt für mich aber die Kostenseite. Mit 15 Jahren ETF-Sparplan-Erfahrung sag ich dir: Die paar Prozentpunkte Mehrkosten fressen auf Dauer einen beträchtlichen Teil des Bonus wieder auf. Gerade wenn dein Bruder vielleicht in ein paar Jahren eh auf ein reines Depot wechseln will, würd ich genau schauen ob das Produkt dann übertragbar ist – da ist noch einiges unklar wie ich finde.
Mein Rat: Erstmal abwarten bis konkrete Produktbedingungen vorliegen und dann einen direkten Kostenvergleich machen. Der Einsteigerbonus ist attraktiv, aber er rechtfertigt keine überteuerte Kostenstruktur.