Hallo zusammen,
bereite mich auf das neue Altersvorsorgedepot vor und grüble über die richtige Aufteilung. Standard-ETFs auf MSCI World und Emerging Markets sind klar, aber wie sieht's mit Rohstoffen und REITs aus?
Hab gelesen, dass Rohstoff-ETFs einen Inflationsschutz bieten sollen. Andererseits schwanken die ja extrem - Gold war mal bei 2000 USD, dann wieder bei 1800. Bei Öl noch schlimmer. Für eine Altersvorsorge mit 25+ Jahren Laufzeit vielleicht trotzdem sinnvoll?
REITs versteh ich ehrlich gesagt noch nicht so richtig. Sollen wohl weniger korreliert sein mit Aktien, aber sind das nicht auch nur Unternehmen die Immobilien besitzen? Wenn die Zinsen steigen, leiden die doch genauso?
Wie seht ihr das Risiko-Rendite-Profil von diesen "alternativen" Anlageklassen? 5-10% vom Depot oder lieber ganz weglassen und bei klassischen Aktien-ETFs bleiben?
Sitze hier bei 30 Grad und plane schon mal für 2027 - besser als Netflix schauen 😅
Hi Kritikus,
kann deine Überlegungen gut verstehen! Hab mich beim Unterlagen sammeln auch schon Gedanken zur Asset Allocation gemacht.
Rohstoffe sind tatsächlich sehr volatil, können aber langfristig Portfoliostabilität bringen. Gold als "Krisenmetall" macht bei 3-5% Depotanteil durchaus Sinn. Bei Öl/Gas wär ich vorsichtiger - zu abhängig von geopolitischen Ereignissen.
REITs sind interessant, weil sie oft andere Zyklen haben als normale Aktien. Stimmt aber, bei steigenden Zinsen leiden sie. Dafür kriegst du regelmäßige Ausschüttungen und Exposure zu Immobilien ohne direkt Häuser kaufen zu müssen.
Mein Plan: 5% Rohstoffe (hauptsächlich Edelmetalle), 10% REITs, Rest klassische Aktien-ETFs. Bei 25+ Jahren kannst du die Schwankungen aussitzen. Wichtig ist nur, nicht zu exotisch zu werden - Lithium-ETFs und sowas sind mir zu spekulativ für die Altersvorsorge.
Bei der Hitze hier plane ich auch lieber als raus zu gehen 😄