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Diversifikation: Wie viele ETFs braucht man?

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H.Bergmann
Beiträge: 31
Themenstarter
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#28]

Hallo zusammen,

ich bereite mich gerade auf das neue Altersvorsorgedepot vor und stolpere über die Frage der optimalen Diversifikation. Überall liest man unterschiedliche Empfehlungen - manche sagen 1-2 ETFs reichen völlig, andere empfehlen 5-8 verschiedene.

Mein Gedanke war erstmal: Ein MSCI World, ein Emerging Markets und vielleicht noch ein Europa-ETF. Macht das Sinn oder ist das schon zu viel des Guten? Bei der DKB hab ich gesehen, dass die ab 2027 eine große ETF-Auswahl anbieten wollen.

Ich bin 42, hab noch 25 Jahre bis zur Rente und kann monatlich etwa 300€ sparen. Reicht da wirklich ein breit diversifizierter Welt-ETF oder sollte ich mehr streuen? Bei den ganzen Gebühren will ich auch nicht übertreiben...

Wie macht ihr das? Freue mich auf eure Erfahrungen!

Viele Grüße
H.Bergmann


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4 Antworten
RentenPro67
Beiträge: 17
(@rentenpro67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kann VorsorgeMentor67 nur zustimmen. Weniger ist definitiv mehr!

Ich beobachte viel zu oft, dass Leute sich mit 8-10 ETFs verzetteln und dann nicht mehr durchblicken. Gerade bei schwankendem Einkommen als Selbständiger ist Einfachheit Gold wert.

2 ETFs reichen völlig: World + EM im Verhältnis 80:20 oder 70:30. Punkt. Den gesparten Aufwand lieber in die Analyse der Anbieter stecken - da gibts 2027 große Unterschiede bei Service und Kosten.


Antwort
VorsorgeMentor67
Beiträge: 26
(@vorsorgementor67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Gute Frage zur richtigen Zeit! Mit 25 Jahren Anlagehorizont haben Sie definitiv genug Zeit für eine solide Diversifikation.

Aus meiner Erfahrung sind 2-3 ETFs optimal für das Altersvorsorgedepot. Ihre Überlegung mit World + EM ist bereits sehr solide. Den Europa-ETF würde ich überdenken - Europa ist bereits zu etwa 25% im MSCI World enthalten.

Mein Vorschlag: 70% MSCI World, 30% MSCI Emerging Markets. Diese Kombination bietet:
- Über 85% der globalen Marktkapitalisierung
- Automatisches Rebalancing durch Marktgewichtung
- Niedrige Komplexität bei maximaler Diversifikation

Bei den kommenden Anbietern sollten Sie auch auf die Ausführungskosten achten. Die Gesamtkosten sind oft wichtiger als die reine ETF-Anzahl.


Antwort
Nina95
Beiträge: 29
(@nina95)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi H.Bergmann!

Ich hab mich auch schon damit beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen: weniger ist oft mehr. Ein MSCI World ACWI deckt schon über 3000 Unternehmen ab - das ist mehr Diversifikation als die meisten jemals brauchen werden.

Bei den versteckten Kosten hab ich gelernt, dass jeder zusätzliche ETF auch zusätzliche Komplexität bedeutet. Rebalancing wird aufwendiger, Steuern komplizierter.

Meine Lösung: 70% MSCI World, 30% Emerging Markets. Fertig. Mehr brauch ich nicht bei 25 Jahren Zeithorizont.


Antwort
LauraK
Beiträge: 23
(@laurak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hm, sehe das etwas anders. Ich finde 3-4 ETFs schon sinnvoll, gerade wenn man jung anfängt.

Bei mir wirds wahrscheinlich: MSCI World (50%), Emerging Markets (20%), Europa (15%) und Small Caps (15%). So hab ich alle wichtigen Regionen und Unternehmensgrößen abgedeckt.

Klar, bei 300€ monatlich sollte man nicht übertreiben, aber 3-4 Positionen sind noch überschaubar. Wichtiger ist meiner Meinung nach, dass man dabei bleibt und nicht ständig umschichtet.


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