Hi zusammen,
stehe vor nem kleinen Dilemma und würde gerne eure Meinung hören. Hab mir für den Sommer zwei größere Projekte vorgenommen: Klimaanlage fürs Homeoffice (ca. 2500€) und Terrassen-Renovation (nochmal 3000€). Problem ist - das würde etwa 40% meines aktuellen Notfallfonds von 14k aufbrauchen.
Bis jetzt hab ich den Notgroschen strikt getrennt vom geplanten Altersvorsorgedepot ab 2027 gehalten. 6 Monate Ausgaben aufm Tagesgeld, plus bisschen Puffer. Aber sind größere Wohnwert-Investitionen auch ein 'Notfall'? Die Klimaanlage ist schon ziemlich nötig bei den Temperaturen hier, und die Terrasse wird langsam zur Sicherheitsgefahr.
Andererseits will ich nicht mit nem zu dünnen Liquiditätspuffer ins neue Altersvorsorgesystem starten. Falls ich 2027 erstmal mehr Geld ins geförderte Depot pumpen will, brauch ich ja trotzdem den gewohnten Sicherheitsabstand.
Wie macht ihr das? Rechnet ihr geplante Investitionen zum Notgroschen dazu oder finanziert das separat? Und wie seht ihr das Verhältnis zwischen kurzfristiger Liquidität und dem neuen langfristigen Depot?
Also ich hab letztes Jahr ähnlich gedacht und dann doch den Notgroschen für ne neue Heizung angezapft. War im Nachhinein ein Fehler - hat Monate gedauert bis wieder auf dem gewohnten Level war.
Bei der ganzen Unsicherheit rund ums neue System würd ich die 14k definitiv nicht anrühren. Vielleicht kannst du die Projekte staffeln oder teilweise über nen kleinen Kredit finanzieren?
Muss Lisa und S.Weber da widersprechen. Wohnwertverbessernde Maßnahmen sind durchaus eine vernünftige Investition, gerade bei den aktuellen Zinsen.
Natürlich nicht alles auf einmal, aber die Klimaanlage ist bei den Temperaturen kein Luxus mehr. Hab die Erfahrung gemacht: lieber 2-3k aus dem Notgroschen nehmen und schnell wieder auffüllen, als monatelang unproduktiv zu schwitzen.
Die Terrasse kann warten, aber fürs Homeoffice ist eine vernünftige Arbeitstemperatur essentiell. Gerade wenn du als CodeInvestor sicher gut verdienst, ist der Puffer schnell wieder da.
Hallo CodeInvestor_87,
aus meiner Sicht solltest du geplante Investitionen definitiv nicht aus dem Notgroschen finanzieren. Der ist wirklich nur für unvorhergesehene Ereignisse da - Jobverlust, Krankheit, kaputte Heizung im Winter.
Für deine Sommerprojekte würde ich einen separaten Sparplan empfehlen. Vielleicht die Klimaanlage erstmal allein angehen und die Terrasse auf nächstes Jahr verschieben? 5500€ auf einen Schlag ist schon eine Hausnummer.
Gerade mit dem Altersvorsorgedepot ab 2027 solltest du deinen Notgroschen intakt lassen. Du weißt ja noch nicht genau, wie sich deine finanzielle Situation mit den neuen Fördermöglichkeiten entwickelt.
In meiner Generation hat man erst gespart, dann gekauft. Diese ganze Kredit-Mentalität für Konsumgüter versteh ich nicht.
Ein Notgroschen ist heilig - da geht man nicht dran für Lifestyle-Verbesserungen. Die Klimaanlage mag praktisch sein, aber 'nötig' ist übertrieben. Hab 40 Jahre ohne gelebt.
Spar erstmal für deine Projekte an, bevor du 2027 ins neue Depot gehst. Planung und Disziplin sind wichtiger als sofortige Bedürfnisbefriedigung.