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Depotbank pleite - sind meine ETF-Anteile dann weg?

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L.Weber
Beiträge: 14
Themenstarter
(@l-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#30]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Auswahl der Depotbank für mein Altersvorsorgedepot 2027 und dabei ist mir eine wichtige Frage gekommen: Was passiert eigentlich mit meinen ETF-Anteilen, wenn die Depotbank pleite geht?

Ich hab schon öfter gelesen, dass die Wertpapiere "Sondervermögen" sind, aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, was das praktisch bedeutet. Wenn jetzt beispielsweise eine kleinere Direktbank oder ein Fintech-Anbieter Insolvenz anmeldet - kann ich dann trotzdem noch auf meine ETF-Anteile zugreifen? Wie lange dauert so ein Übertragungsverfahren?

Besonders unsicher bin ich bei den neuen Online-Anbietern, die sich speziell auf das Altersvorsorgedepot 2027 vorbereiten. Klar, die Konditionen sind oft verlockend, aber was nützt mir das, wenn am Ende das Risiko zu hoch ist?

Gibt es da unterschiedliche Sicherheitsstufen je nach Anbieter? Sollte ich lieber bei einer etablierten Großbank bleiben, auch wenn die Gebühren höher sind? Oder bin ich da zu vorsichtig?

Danke schon mal für eure Einschätzungen!


3 Antworten
Marco_87
Beiträge: 29
(@marco_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Wie S.Weber25 schon schreibt, ist das Sondervermögen rechtlich sehr gut geschützt. Ich würde trotzdem schauen, dass der Anbieter eine solide Finanzausstattung hat.

Was viele nicht bedenken: Auch wenn deine ETF-Anteile sicher sind, kann so eine Übertragung ein paar Monate dauern. In der Zeit kommst du nicht an dein Depot ran - kannst also nicht nachkaufen oder umschichten. Bei einem langfristigen Sparplan für die Altersvorsorge ist das zwar nicht dramatisch, aber nervig.

Mein Tipp: Schau dir die Eigenkapitalquote und die Bewertungen der Finanzaufsicht an. Etablierte Direktbanken wie ING oder DKB sind da meist eine gute Wahl - günstiger als Filialbanken, aber trotzdem stabil. Bei völlig neuen Anbietern würde ich erstmal abwarten, wie sie sich am Markt entwickeln.

Für den Sommer plane ich übrigens auch, meine Depot-Entscheidung zu treffen - dann hab ich genug Zeit bis zum Start 2027!


Antwort
ETFSparplan47
Beiträge: 27
(@etfsparplan47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Sondervermögen ist King! Hab da keine Sorgen, die ETFs gehören dir, nicht der Bank.


Antwort
S.Weber25
Beiträge: 10
(@s-weber25)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo L.Weber,

das ist tatsächlich eine sehr wichtige Frage! Ich hatte mich schon mal intensiv mit den Sicherungsgrenzen beschäftigt und kann dir da etwas Entwarnung geben.

ETF-Anteile sind rechtlich gesehen Sondervermögen und gehören nicht zur Insolvenzmasse der Bank. Das bedeutet: Auch wenn deine Depotbank pleite geht, bleiben deine Wertpapiere dein Eigentum. Sie werden normalerweise innerhalb weniger Wochen zu einer anderen Bank übertragen.

Praktisch läuft das so ab: Ein Insolvenzverwalter oder die BaFin sorgt dafür, dass die Depots zu anderen Banken transferiert werden. Du musst dann meist nur einen neuen Depotvertrag abschließen. Die ETF-Anteile selbst sind die ganze Zeit über da - sie "verschwinden" nicht.

Trotzdem würde ich persönlich bei etablierteren Anbietern bleiben. Nicht wegen dem Insolvenzrisiko, sondern weil der Übertragungsprozess bei kleineren Anbietern manchmal holpriger läuft und länger dauert.


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