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Urlaubskosten explodiert - zeigt das was über Inflation im Alter?

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LaraKoch
Beiträge: 6
Themenstarter
(@larakoch)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#31]

Hi zusammen,

bei der aktuellen Urlaubsplanung ist mir richtig bewusst geworden, wie krass die Preise gestiegen sind. Letztes Jahr haben wir für eine Woche Mallorca 800€ gezahlt, dieses Jahr will das gleiche Hotel 1.150€! Das sind über 40% mehr in einem Jahr.

Jetzt mache ich mir echt Sorgen wegen der Altersvorsorge. Wenn normale Sachen so explodieren, was passiert dann mit meinem Geld in 35 Jahren? Ich bin 28 und spare seit einem Jahr jeden Monat 200€ in einen MSCI World ETF. War eigentlich zufrieden mit der Entwicklung, aber wenn alles so teuer wird...

Wie schätzt ihr das Inflationsrisiko realistisch ein? Sind 2-3% Inflation pro Jahr wirklich realistisch, oder müssen wir mit deutlich mehr rechnen? Bei Lebensmitteln, Miete, jetzt auch Urlaub - überall wird alles teurer. Meine Oma erzählt immer, dass ein Brötchen früher 5 Pfennig gekostet hat.

Reicht ein normaler World-ETF überhaupt aus, oder sollte ich speziell gegen Inflation absichern? Bin bisschen verunsichert gerade.


4 Antworten
Lena29
Beiträge: 2
(@lena29)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Uff, Mallorca 40% teurer? Krass! 😱

Aber mal ehrlich - das ist halt Urlaub. Für die Altersvorsorge ist wichtiger, dass du überhaupt anfängst zu sparen. Bin auch Ende 20 und hab mit ähnlichen Sorgen angefangen.

Inflation ist echt, aber dein ETF wächst ja auch. Und in 35 Jahren verdienst du hoffentlich mehr als heute. Bei mir hat sich das Gehalt in 3 Jahren um 30% erhöht - da relativiert sich die Inflation schon wieder.

Einfach dranbleiben mit den 200€, das ist das Wichtigste!


Antwort
Klaus_1975
Beiträge: 4
(@klaus_1975)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Das kenne ich gut - hab auch gerade für den Sommerurlaub geschaut und die Preise sind echt heftig gestiegen. Aber Vorsicht vor dem Urlaubspreise-Schock! Tourismus ist momentan ein Sonderfall durch Corona-Nachholeffekte und Personalengpässe. Die Hotelpreise sind nicht repräsentativ für die allgemeine Inflation.

Historisch lag die Inflation in Deutschland bei 2-2,5% im Schnitt. Ja, wir hatten 2021-2023 höhere Werte, aber das waren Sondereffekte (Energie, Lieferketten). Auf 35 Jahre solltest du eher mit 2,5-3% rechnen. Bei meinen ETF-Überlegungen kalkuliere ich auch mit 3% Inflation.

Ein MSCI World hat historisch 7-8% Rendite gemacht - real also 4-5% nach Inflation. Das ist solide. Spezielle Inflationsschutz-ETFs sind oft kompliziert und nicht unbedingt besser.


Antwort
Sabine91
Beiträge: 23
(@sabine91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich sehe das kritischer als Klaus. Die offiziellen Inflationszahlen spiegeln oft nicht die Realität wider. Hedonische Preisbereinigungen und Warenkorbzusammensetzungen schönen die Statistiken.

Bei meinem Riester-Wechsel war genau das ein Punkt: echte Kaufkraft erhalten. Ich diversifiziere deshalb breiter - neben World-ETF auch Rohstoffe, REITs und einen kleinen Goldanteil. Immobilien-ETFs sind besonders interessant, weil Mieten oft mit der Inflation steigen.

200€ monatlich ist übrigens ein super Start! Wichtiger als perfekte Inflationsabsicherung ist erstmal dabei zu bleiben und die Sparrate regelmäßig zu erhöhen.


Antwort
H.Bergmann
Beiträge: 31
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Aus meiner langjährigen Erfahrung: Inflation ist real, aber Panik ist der falsche Ratgeber. Entscheidend ist die reale Rendite nach Inflation und Steuern.

Ihr MSCI World ETF ist durchaus inflationsresistent - Unternehmen können Preiserhöhungen oft weitergeben. Problematischer sind Anleihen oder das gute alte Sparbuch. Bei 35 Jahren Anlagehorizont gleichen sich kurzfristige Inflationsschübe meist aus.

Mein Rat: Bleiben Sie bei Ihrem Plan, aber denken Sie über eine automatische Erhöhung der Sparrate nach. Wenn Ihr Gehalt steigt, sollte auch die Altersvorsorge mitwachsen. Das ist der beste Inflationsschutz.


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