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Selbständige ohne Betriebsrente - welche Risiken drohen beim Altersdepot?

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Heinz_1952
Beiträge: 11
Themenstarter
(@heinz_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche
[#35]

Liebe Forumsfreunde,

als Rentner beobachte ich mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklung des neuen Gefördertes Altersvorsorgedepot 2027, da ich für meine beiden Enkel vorsorge. Mein Enkel Daniel ist freiberuflicher Grafiker ohne Betriebsrente und meine Enkelin Lisa plant nach dem Studium eine Selbständigkeit im Bereich Online-Marketing.

Mich beschäftigt die Frage, welche spezifischen Risiken auf Selbständige ohne betriebliche Absicherung zukommen könnten. Bei schwankenden Einkommen ist ja nicht nur das Anlagerisiko relevant, sondern auch die Frage der regelmäßigen Einzahlungen. Wenn beispielsweise Daniel drei Monate keine großen Aufträge hat, kann er womöglich nicht die geplanten Beiträge leisten.

Außerdem stelle ich mir die Frage: Ist das Risikoprofil für Selbständige anders zu bewerten als für Angestellte? Während Angestellte oft eine Betriebsrente und die gesetzliche Rente haben, steht bei Selbständigen meist nur das neue Altersvorsorgedepot da. Das erhöht doch den Druck auf dieses eine Standbein erheblich.

Wie schätzt ihr das ein? Sollten Selbständige vorsichtiger anlegen oder gerade wegen der fehlenden anderen Säulen mutiger sein? Und was passiert, wenn die Einzahlungen mal länger aussetzen müssen?


1 Antwort
CodeInvestor_87
Beiträge: 39
(@codeinvestor_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Als Entwickler, der selbst schon mal zwischen Festanstellung und Freelancing gewechselt hat, kann ich deine Sorgen gut verstehen. Das Einkommensproblem ist real - ich würde Daniel empfehlen, ein separates "Altersvorsorge-Pufferkonto" anzulegen. In guten Monaten mehr einzahlen, um magere Zeiten zu überbrücken.

Zum Risikoprofil: Ich sehe das tatsächlich anders als viele. Selbständige haben oft eine längere Anlagephase und können Schwankungen besser aussitzen. Außerdem ist die Flexibilität beim Altersvorsorgedepot ja gegeben - man kann die Beiträge anpassen.

Technisch betrachtet sollte man als Selbständiger eher diversifiziert anlegen, aber nicht übervorsichtig. Ein 70/30 Aktien/Anleihen-Split über verschiedene ETFs könnte sinnvoll sein. Die Steuervorteile helfen auch bei unregelmäßigen Einkommen - jeder eingezahlte Euro wird ja gefördert.

Wichtig ist meiner Meinung nach ein automatisiertes System: Festen Prozentsatz der Einnahmen direkt ins Depot, dann kann nichts schiefgehen. Hab ich bei meinen eigenen Berechnungen auch so geplant.


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