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Kaufkraftminderung bei 30 Jahren Laufzeit - 3% Inflation realistisch?

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Thomas77
Beiträge: 28
Themenstarter
(@thomas77)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#25]

Hi zusammen,

ich grübel gerade über was nach, was mir bei der ganzen Planung fürs neue Altersdepot ab 2027 Sorgen macht. Wenn ich jetzt mit 33 anfange und bis 67 einzahle, sind das 34 Jahre. Bei 3% Inflation im Jahr würde das bedeuten, dass 100€ heute nur noch ca. 35€ Kaufkraft in der Zukunft haben.

Das klingt erstmal dramatisch, aber ist 3% überhaupt realistisch? Die letzten Jahre waren ja ziemlich wild - erst niedrige Inflation, dann 2022/2023 der Hammer mit über 7%. Jetzt pendelt es sich wieder bei ca. 2,5% ein.

Bei meiner Urlaubsplanung für August hab ich gemerkt, dass die Preise schon wieder ordentlich angezogen haben. Hotel in Kroatien kostet 30% mehr als letztes Jahr. Macht mich nachdenklich...

Wie schätzt ihr das Inflationsrisiko langfristig ein? Sollte ich eher mit 2%, 3% oder sogar mehr rechnen? Und wie stark wirkt sich das tatsächlich auf die Altersvorsorge aus wenn man in Aktien-ETFs investiert? Die sollten doch theoretisch mit der Inflation mitsteigen?

Bin dankbar für eure Einschätzungen!


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1 Antwort
VorsorgePro58
Beiträge: 36
(@vorsorgepro58)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Thomas, deine Sorgen sind berechtigt aber nicht übertrieben. Die 3% Inflation sind historisch gesehen ein realistischer Durchschnittswert für Deutschland. Die Bundesbank hat über die letzten 50 Jahre einen Durchschnitt von etwa 2,8% geschafft.

Wichtig ist aber: Aktien sind historisch der beste Inflationsschutz. Unternehmen können ihre Preise anpassen und profitieren oft sogar von moderater Inflation. Ein breit diversifizierter ETF auf den MSCI World hat in den letzten 30 Jahren real (also nach Inflation) etwa 5-6% Rendite gebracht.

Dein Kroatien-Beispiel zeigt übrigens ein typisches Problem: Urlaub und Immobilien sind oft stärker von Inflation betroffen als der allgemeine Warenkorb. Deshalb ist es klug, nicht nur auf den offiziellen Inflationsindex zu schauen.

Für die Planung würde ich mit 2,5-3% rechnen und darauf vertrauen, dass eine vernünftige Aktien-Strategie das langfristig mehr als ausgleicht. Wie ich schon mal geschrieben hab, ist Zeit dein größter Vorteil - und du hast davon noch genug.


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