Hallo zusammen,
ich wende mich hier mal ans Forum, weil ich gerade ziemlich ratlos bin. Ich plane, ab Januar 2027 das neue Altersvorsorgedepot zu nutzen, und habe mich in den letzten Wochen intensiv mit den verschiedenen Anbietern beschäftigt. Dabei habe ich in mehreren Erfahrungsberichten gelesen, dass manche Leute schon im Vorfeld mit der Beantragung der staatlichen Förderung Probleme hatten – also dass Anträge abgelehnt oder zumindest als nicht förderfähig eingestuft wurden.
Mich würde interessieren: Hat hier jemand direkt erlebt, dass ein Anbieter den Förderantrag abgelehnt oder zumindest sehr schleppend bearbeitet hat? Liegt das dann eher an den Anbietern selbst, also an deren internen Prozessen, oder geht die Ablehnung immer direkt von der Zentralen Stelle für Altersvorsorgeförderung aus?
Ich frage das auch deshalb, weil ich gehört habe, dass manche Anbieter bei der Begleitung durch den Antragsprozess deutlich aktiver helfen als andere. Wenn zum Beispiel Unterlagen fehlen oder die eigene Förderberechtigung unklar ist, machen manche Anbieter anscheinend mehr Druck auf die Kunden als dass sie wirklich helfen.
Bevor ich mich jetzt im Sommer festlege und einen Anbieter auswähle, möchte ich gerne wissen, wo ihr solche Erfahrungen gemacht habt – positiv wie negativ. Danke schon mal!
Ich sehe das etwas differenzierter als Marco oben. Die Ablehnung kommt tatsächlich immer von der Zentralstelle – kein Anbieter kann eigenständig entscheiden, ob du Förderung bekommst oder nicht. Was Anbieter aber beeinflussen können, ist wie vollständig und korrekt die Daten übermittelt werden.
Ich hab mich bei der Frage Online vs. Filialbank schon intensiv damit auseinandergesetzt (vgl. meinen Beitrag Depot eröffnen: Online-Anbieter oder Hausbank wählen?) und mein Fazit war damals: Bei Filialbanken hast du zumindest einen Ansprechpartner, der bei fehlenden Unterlagen nachfasst. Online-Anbieter sind kostengünstiger, aber du bist bei Problemen oft auf dich gestellt.
Wenn ein Förderantrag abgelehnt wird, liegt das häufig an falschen oder fehlenden Angaben zur Förderberechtigung – zum Beispiel wenn jemand nicht pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung ist oder falsche Einkommensangaben gemacht hat. Das sind Dinge, die ein guter Berater vorab klären würde. Ein reiner Online-Prozess ohne Beratung hat da einfach strukturelle Schwächen, das muss man nüchtern so sagen.
Hey, ich hab mich mit sowas auch schon beschäftigt – bin zwar gerade erst frisch im Berufsleben und das Depot startet ja erst 2027, aber das Thema verfolge ich intensiv (hab auch schon mal was dazu geschrieben, als es ums Starten direkt nach dem Studium ging).
So wie ich das verstehe, ist die eigentliche Förderentscheidung nicht Sache des Anbieters – die kommt von der Zentralstelle. Aber der Anbieter macht trotzdem nen Unterschied: Manche prüfen vorab ob du überhaupt förderberechtigt bist, andere schmeißen dich einfach ins kalte Wasser und dann kommt der Ärger hinterher. Ich würde daher eher auf Anbieter setzen die einen Vorab-Check anbieten oder zumindest klar kommunizieren was sie brauchen. Neo-Broker wie Trade Republic sind da halt manchmal etwas dünn was Support angeht – man muss halt viel selbst wissen. Für jemanden der sich da nicht so sicher ist vielleicht nicht ideal.
Kurz und knapp: Mir ist beim Riester-Wechsel damals genau das passiert – Unterlagen nicht vollständig, Förderung erstmal auf Eis. Das lag aber weniger am Anbieter als an mir selbst. Einfach gründlich vorbereiten, dann passiert sowas meist gar nicht.