Seite wählen

Studienabschluss 20...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Studienabschluss 2026: Sofort mit Altersvorsorge starten?

4 Beiträge
4 Benutzer
2 Reactions
8 Ansichten
Stefan-Mueller
Beiträge: 4
Themenstarter
(@stefan-mueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#179]

Hallo zusammen,

ich bin Stefan, gerade dabei meinen Master abzuschließen – die Prüfungen laufen noch bis Ende Juli, dann ist es hoffentlich endlich geschafft. Mein Jobeinstieg ist für September geplant, erste Stelle als Trainee in einem mittelgroßen Unternehmen, Gehalt wird dann so um die 2.800€ brutto liegen.

Jetzt frage ich mich ernsthaft: Soll ich wirklich direkt ab 2027 mit dem neuen Altersvorsorgedepot anfangen, oder erst mal Geld ansparen und schauen wie sich alles entwickelt? Im Moment hab ich noch kaum was auf der hohen Kante, muss noch die letzte Miete für die WG zahlen und irgendwie auch noch den Umzug stemmen. Urlaub wäre auch mal schön, jetzt wo der Sommer so heiß ist – aber das ist wohl Luxus für später.

Das Depot startet ja erst am 01.01.2027, also hab ich noch ein bisschen Zeit bis ich mich wirklich entscheiden muss. Trotzdem will ich nicht unvorbereitet reingehen.

Meine konkreten Fragen:
- Welche staatliche Förderung bekomme ich als junger Berufseinsteiger überhaupt?
- Macht es Sinn, als allererstes Sparprodukt direkt ein Altersvorsorgedepot zu nehmen, oder sollte ich erst einen normalen Puffer aufbauen?
- Gibt es irgendwelche Nachteile wenn man erst ein Jahr später einsteigt statt sofort?

Bin für jeden Hinweis dankbar, auch wenn er ernüchternd ist!


3 Antworten
Marco89
Beiträge: 3
(@marco89)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Hey Stefan, herzlichen Glückwunsch schon mal zum baldigen Abschluss!

Ich hab mich letztes Jahr intensiv mit Depotkosten und Anbietern beschäftigt (u.a. im Thread Welche Bank bietet die niedrigsten Depotgebühren 2026?), also ein bisschen Überblick hab ich da schon.

Zur Förderung: Die staatliche Grundzulage soll bei 20% der eigenen Einzahlungen liegen, maximal 3.000€ Einzahlungen pro Jahr werden gefördert – also max. 600€ Zulage. Als Berufseinsteiger mit normalem Gehalt bist du da voll berechtigt, soweit ich das verstehe.

Aber deine Frage zum Notgroschen ist eigentlich die wichtigere: Ich würde dir klar empfehlen, erstmal 2-3 Monatsgehälter als Puffer aufzubauen, bevor du langfristig bindest. Das Depot ist ja recht unflexibel, das Geld ist bis zur Rente weg. Wenn dann die Waschmaschine kaputt geht oder der Job doch nicht passt, willst du nicht komplett blank dastehen.

Ein Jahr später einzusteigen kostet dich realistisch betrachtet nur wenige hundert Euro an entgangenem Zinseszins – das ist verschmerzbar. Lieber solide anfangen.


Antwort
H.Bruckmann
Beiträge: 6
(@h-bruckmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Notgroschen zuerst, dann Depot. Das ist keine Meinungsfrage, das ist Grundlage solider Finanzplanung. Den Rest haben die Vorposter eigentlich schon gesagt.


Antwort
Stefan87
Beiträge: 16
(@stefan87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Da muss ich Marco aber ein bisschen widersprechen, bzw. ergänzen: Der Notgroschen-Punkt stimmt absolut, aber ich würde das nicht als Entweder-oder sehen. Du kannst doch beides parallel machen – z.B. 80% deiner Sparrate in einen normalen Tagesgeldpuffer stecken und 20% ins Depot, sobald es ab Januar 2027 losgehen kann. So baust du beides gleichzeitig auf.

Ich hab mich selbst länger mit dem Thema Altersvorsorgeprodukte beschäftigt, u.a. beim Vergleich von fondsgebundene Rentenversicherungen, und mein Fazit ist: Früh einsteigen zahlt sich langfristig tatsächlich aus, auch wenn die Beträge am Anfang klein sind. Der Zinseszinseffekt über 35-40 Jahre ist nicht zu unterschätzen.

Was deinen Zeitplan angeht: September Jobeinstieg, Januar Depot – das sind vier Monate Vorlauf. Die nutzen um Anbieter zu vergleichen, Sparrate festlegen, und dann ab 2027 direkt starten. Das ist realistisch und kein Stress.


Antwort
Teilen: