Hi zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Altersvorsorgestrategie für das neue Depot ab 2027 zu durchdenken und analysiere systematisch die Kostenstrukturen verschiedener Anbieter. Dabei fällt mir auf, dass die Gebührenmodelle zwischen Standard- und künftigem Altersvorsorgedepot teilweise erheblich abweichen werden.
Bisher nutze ich hauptsächlich Trade Republic und Scalable für meine ETF-Sparpläne, aber für die langfristige Altersvorsorge möchte ich die Effektivkosten über 30-40 Jahre minimieren. Bei der Recherche bin ich auf folgende Aspekte gestoßen:
- Depotführungsgebühren (manche kostenlos bei Sparplan, andere grundsätzlich)
- Ordergebühren vs. Sparplangebühren
- Währungsumrechnungskosten bei internationalen ETFs
- Unterschiede zwischen Neobroker und klassischen Direktbanken
Hat jemand bereits eine systematische Kostenanalyse gemacht? Besonders interessiert mich der Vergleich zwischen ING, DKB, Consorsbank und den Neobrokern. Bei meinem geplanten Sparvolumen von ca. 500-800€ monatlich könnten selbst kleine Unterschiede über Jahrzehnte relevant werden.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und worauf sollte ich achten?
Nach 15 Jahren ETF-Sparerei kann ich dir nur empfehlen, wirklich langfristig zu denken. Bei deinem Volumen würde ich primär auf die Sparplangebühren schauen - da zahlt sich jeder gesparte Basispunkt über die Jahrzehnte aus.
ING und DKB haben beide ihre Stärken, wobei die ING bei größeren Sparplänen oft günstiger wird. Trade Republic ist natürlich verlockend mit den 0€ Sparplänen, aber ich bin gespannt wie sich das mit dem neuen Altersvorsorgedepot entwickelt. Nicht alle Neobroker werden vermutlich von Anfang an dabei sein.
Was ich besonders spannend finde: Die Förderung im neuen System könnte die Kostenunterschiede teilweise nivellieren. Wenn 20% staatliche Unterstützung kommen, relativieren sich 0,2% vs. 0,5% Gebühren schon deutlich.
Mein Tipp wäre trotzdem eine solide Direktbank zu nehmen. Nach so vielen Jahren merkt man, dass Stabilität und Service bei der Altersvorsorge wichtiger sind als die letzten paar Euro Ersparnis. Gerade wenn später die Auszahlungsstrategien komplex werden.