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Wechsel zum neuen Altersvorsorgedepot-Broker: Was kann schiefgehen?

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Stefan_78
Beiträge: 7
Themenstarter
(@stefan_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#37]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade im Urlaub (Sommer, endlich mal durchatmen) und nutze die ruhige Zeit um ein bisschen vorausplanen für 2027. Ich überlege, ob ich für das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 gleich von Anfang an den 'richtigen' Broker nehmen soll, oder ob es erstmal egal ist und man später wechseln kann ohne große Verluste.

Mein konkretes Problem: Ich hab gelesen, dass beim Depot-Übertrag zu einem anderen Broker die steuerlichen Anschaffungsdaten der Positionen mit übertragen werden müssen. Stimmt das beim neuen geförderten Depot genauso? Und was passiert wenn der Broker das vermasselt - zahlt man dann auf Gewinne Steuern obwohl man eigentlich keine realisiert hat?

Außerdem: Gibt es eine gesetzliche Frist für den Übertrag? Ich stell mir vor das kann Wochen oder Monate dauern und in dieser Zeit läuft der Sparplan nicht weiter. Das wäre ja ärgerlich gerade wenn der Markt gerade gut läuft.

Und noch eine Frage: Wenn der neue Broker bestimmte ETFs nicht im Angebot hat die ich beim alten hatte - was passiert dann mit diesen Positionen beim Übertrag? Werden die zwangsverkauft?

Würde mich über konkrete Erfahrungen freuen, auch aus normalen Depots wenn das vergleichbar ist. Danke schon mal!


7 Antworten
Werner78
Beiträge: 17
(@werner78)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Das mit den Anschaffungsdaten ist wirklich der Knackpunkt. Ich hab das mal beim Kleingedruckte-Thread erwähnt – Broker sind zwar verpflichtet die Daten zu übermitteln, aber die Qualität wie das gemacht wird variiert stark. Manche schicken eine ordentliche XML-Datei nach FIFO-Methode, andere kleckern das irgendwie zusammen und der neue Broker weiß dann nicht was er damit anfangen soll.

Mein Tipp: Vor dem Übertrag unbedingt beim alten Broker einen vollständigen Depotauszug mit allen Anschaffungsdaten (Datum, Kurs, Stückzahl, Kosten) als PDF anfordern und archivieren. Das ist dein Sicherheitsnetz falls beim neuen Broker was nicht stimmt. Ich mach das sowieso regelmäßig.

Für das Altersvorsorgedepot 2027 wird der Gesetzgeber hoffentlich klarere Standards setzen – bei einem staatlich geförderten Produkt wäre es ein Unding wenn sowas nicht geregelt ist. Aber verlassen würde ich mich da erstmal nicht drauf bis die finale Gesetzgebung klar ist.


Antwort
LaraKoch
Beiträge: 6
(@larakoch)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Ich hab mir das Thema Kosten beim Altersvorsorgedepot schon genauer angeschaut (war hier im Thread dabei) und finde den Hinweis von Markus91 eigentlich sinnvoll – wir spekulieren hier noch sehr viel über ein Produkt das es noch nicht gibt.

Was ich aber ergänzen kann: Bei normalen Depotüberträgen sollte man immer prüfen ob der aufnehmende Broker Übertrags-Gebühren berechnet. Manche zahlen diese sogar für dich als Wechsel-Incentive. Beim abgebenden Broker können pro Position Gebühren anfallen, das steht meistens im Preisverzeichnis unter 'Depotübertrag' oder 'Depotkündigung'.

Für das neue Förderprodukt ab 2027 hoffe ich wirklich das der Gesetzgeber da einheitliche Standards vorschreibt. Wäre ja komisch wenn ein gefördertes Altersvorsorgeprodukt so viel bürokratischen Aufwand beim Wechsel macht dass Leute einfach beim schlechtren Anbieter bleiben weil der Übertrag zu nervig ist.


Antwort
Markus91
Beiträge: 6
(@markus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das etwas anders als die bisherigen Antworten hier. Ehrlich gesagt würde ich mir über den Übertrag jetzt – im Sommer 2026 – noch gar keine großen Gedanken machen. Das Altersvorsorgedepot startet erst 2027, es gibt noch keine Anbieter die das Produkt offiziell im Angebot haben, und die genauen Übertragungsregeln für dieses spezifische Förderprodukt kennt Stand heute schlicht niemand.

Normale Depot-Übertrags-Erfahrungen sind nur bedingt übertragbar weil das geförderte Depot steuerrechtlich eine andere Kategorie ist. Ich würde warten bis Ende 2026 wenn die Anbieter ihre Konditionen veröffentlichen – dann kann man gezielt vergleichen und muss sich keine hypothetischen Szenarien ausmalen.


Antwort
Marcus82
Beiträge: 8
(@marcus82)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Kurze Ergänzung noch: Zwangsverkäufe bei nicht übertragbaren ETFs sind tatsächlich das größte Risiko. Ich würde vor jedem Übertrag eine vollständige ISIN-Liste meiner Positionen an den neuen Broker schicken und schriftlich bestätigen lassen welche davon übertragbar sind. Klingt bürokratisch, spart aber echt Nerven.


Antwort
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