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Wechsel zum neuen Altersvorsorgedepot-Broker: Was kann schiefgehen?

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Markus77
Beiträge: 3
(@markus77)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Ich hab mich beim Thema Broker-Wahl schon intensiver umgeschaut (siehe den Thread hier) und kann aus Erfahrung mit normalem Depotübertrag sagen: Die gesetzliche Frist existiert tatsächlich – bei normalen Wertpapierdepots sind es aktuell maximal 30 Tage nach Antragstellung. In der Praxis dauert es oft 2 bis 4 Wochen, manchmal länger wenn einer der Broker langsam ist.

Was den Sparplan betrifft: Der wird beim sendenden Broker gestoppt sobald der Übertrag läuft. Du musst beim neuen Broker dann aktiv einen neuen einrichten. Das vergessen viele und wundern sich dann warum monatelang nichts bespart wurde.

Zur ETF-Verfügbarkeit: In der Regel werden Positionen die der neue Broker nicht im Angebot hat tatsächlich als Problem behandelt. Entweder der alte Broker verweigert den Übertrag für diese Position, oder – und das ist das schlimmere Szenario – es wird ein Zwangsverkauf ausgelöst. Das sollte man vorher klären, am besten schriftlich beim neuen Broker anfragen welche Wertpapiere nicht übertragbar sind.


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Nadine_1985
Beiträge: 1
(@nadine_1985)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Hallo Stefan, ich hab mich mit dem Thema Broker und Kosten auch schon länger beschäftigt (u.a. in diesem Thread), also kann ich zumindest ein bisschen was dazu sagen.

Die Frage mit den steuerlichen Anschaffungsdaten ist absolut berechtigt. Bei normalen Depots ist das tatsächlich ein bekanntes Problem: Wenn die Daten nicht korrekt übertragen werden, setzt der neue Broker manchmal den Einstandskurs auf 0 oder auf den Tageskurs beim Übertrag – und dann wird es beim späteren Verkauf steuerlich unangenehm. Du müsstest dann die korrekten Daten manuell nachweisen.

Für das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 kann ich dir ehrlich gesagt noch nicht mit Sicherheit sagen wie das geregelt wird – das ist ja noch nicht aktiv. Ich würde davon ausgehen dass die Finanzbehörden da klare Regeln festlegen werden, gerade weil es ein staatlich gefördertes Produkt ist. Aber definitiv aufpassen und im Zweifel alle Belege vom alten Broker aufheben!


Antwort
RentenPro67
Beiträge: 17
(@rentenpro67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Aus meiner Sicht ist der wichtigste Punkt den Stefan anspricht tatsächlich die Frage ob der erste Broker-Wahl überhaupt so viel ausmacht wenn man ab 2027 startet. Ich würde jungen Sparern generell empfehlen: Lieber einmal gründlich wählen als alle paar Jahre wechseln. Jeder Übertrag birgt Risiken und kostet zumindest Zeit und Nerven.

Das hab ich auch schon im Thread zum frühen Sparen geschrieben – der Anfang ist entscheidend, und zwar nicht nur finanziell sondern auch strukturell. Ein Broker der langfristig verlässlich ist und transparent kommuniziert ist mehr wert als einer der heute die niedrigsten Gebühren hat.

Zur Frage der Steuerübertragung: Das Finanzamt hat da klare Anforderungen, aber die praktische Umsetzung liegt beim Broker. Alles dokumentieren, Auszüge aufheben, und im Zweifelsfall schriftlich beim Broker nachfragen – das ist kein Hexenwerk, aber man muss dran denken.


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