Hallo Forum,
bin grad dabei mich für nächstes Jahr vorzubereiten und hab verschiedene Gespräche geführt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Beratung zwischen provisionsfreien Honorarberatern und den klassischen Vertretern bei Banken/Versicherungen total unterschiedlich ist.
Mein Bankberater bei der Sparkasse sagt, ihre Fonds wären "optimal für die neue Altersvorsorge" und zeigt mir schöne Grafiken. Der Honorarberater meint dagegen, ich soll auf die Kosten schauen und lieber ETFs nehmen.
Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, wem ich trauen soll. Klar, der eine verdient an den Produkten mit, der andere kassiert direkt von mir ab. Aber wer gibt mir wirklich den besseren Rat?
Besonders bei diesem neuen Altersvorsorgedepot ist ja noch alles relativ unbekannt. Da kann einem ja jeder was erzählen...
Hat jemand schon Erfahrungen gemacht oder kann mir sagen, worauf ich bei der Beratung achten sollte? Will nicht in ein Jahr reingehen und dann merken, dass ich falsch beraten wurde.
Bin übrigens noch relativ neu bei dem Thema, also nicht zu fachlich bitte 😊
Danke schonmal!
Hey Depot-Pro28,
kenne das Problem! Bin auch noch nicht so lange dabei und hab mich am Anfang total verunsichern lassen.
Was mir geholfen hat: Ich hab mir vorher überlegt was ich überhaupt will und kann. Bin ich bereit mich selbst um alles zu kümmern oder brauch ich jemand der mir hilft?
Falls du Unterstützung brauchst, kann auch ein Mittelweg sinnvoll sein. Gibt inzwischen Banken die sowohl günstige ETFs als auch vernünftige Beratung anbieten, ohne dass gleich die teuersten Produkte verkauft werden.
Und bei dem neuen Altersvorsorgedepot würd ich auf jeden Fall schauen dass du flexibel bleibst. Wer weiß was sich da noch alles ändert bis es richtig losgeht. Vielleicht erstmal mit kleinen Beträgen anfangen?
Also aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Die Wahrheit liegt oft irgendwo dazwischen. Ich hab schon mit beiden Seiten zu tun gehabt und beide können gute Punkte haben.
Bei provisionsbasierten Beratern ist halt das Problem, dass sie natürlich ihre teuren Produkte verkaufen wollen. Hatte ich auch schon mal mit meiner Bank - wollten mir unbedingt ihre Hausfonds andrehen obwohl ETFs günstiger gewesen wären.
Aber Honorarberater können auch übertreiben. Manche machen ETFs zum Allheilmittel und vergessen, dass nicht jeder Typ Mensch für Do-It-Yourself geeignet ist.
Mein Tipp: Lass dir von beiden Seiten Angebote machen und vergleich die Kosten transparent. Frag konkret nach TER, Ausgabeaufschlägen und laufenden Gebühren. Wenn der Bankberater nicht ehrlich über die Kosten redet, würd ich skeptisch werden.
Ganz ehrlich, ich würd erstmal selber recherchieren bevor ich überhaupt zu nem Berater gehe. Die wollen alle nur verkaufen, egal ob mit oder ohne Provision.
Bei mir war's so dass der "unabhängige" Berater auch nicht so unabhängig war wie gedacht - der hat bestimmte ETF-Plattformen bevorzugt wo er wohl auch irgendwie was dran verdient hat.
Für die neue Altersvorsorge ab 2027 würd ich erstmal abwarten was die ganzen Broker und Versicherer konkret anbieten. Ist ja noch früh genug.