Guten Tag zusammen,
als Versicherungskaufmann beschäftige ich mich beruflich täglich mit der Schnittstellenproblematik zwischen klassischen Versicherungsprodukten und dem neuen Geförderten Altersvorsorgedepot 2027. Dabei interessiert mich konkret: Wie handhaben die größeren Versicherer und Anbieter derzeit die technische und regulatorische Umsetzung von Depotüberträgen aus älteren Riester-Policen?
Spezifisch geht es mir um folgende Szenarien:
1. Kann eine laufende Riester-Police mit Deckungsprämien und klassischen Garantien physisch ins neue AVD 2027 übertragen werden, oder wird das Produkt faktisch aufgelöst und in kapitalmarktorientierte Lösungen umgestellt?
2. Wie behandeln Versicherer die Förderhistorie? Werden bereits eingezahlte Zulagen und Steuervergünstigungen vollständig anerkannt, oder entstehen steuerliche Nachteile bei einem Wechsel?
3. Bei einer Risikoabsicherung (BU/Hinterbliebenen) in der alten Police – lässt sich diese in das neue System integrieren oder müsste separate Versicherung hinzu?
Mich interessieren konkrete Erfahrungen: Bei welchen Anbietern laufen solche Übergänge reibungslos? Wo gibt es Hindernisse?
Danke für Euer Feedback!
Spannend, dass du das thematisierst. Ich bin ja eher auf der ETF-Seite unterwegs und habe zum Thema "Breitgestreute ETF-Mix für Selbständige" hier schon diskutiert – aber für klassische Versicherungen bin ich ehrlich skeptisch, ob ein echter Übertrag ohne Umschichtung realistisch ist.
Meine These: Versicherer werden das Thema "Integration" eher vermeiden und auf Neuabschlüsse im AVD setzen. Das ist für sie einfacher, haftungstechnisch klarer. Würde mich aber täuschen lassen – bin gespannt auf echte Anbieter-Erfahrungen.
Super Sicht, Marcus. Ja genau – das ist die zentrales Frage: Neue Abschlüsse vs. Migration bestehender Kontrakte. Technisch wird es bei klassischen Garantien eng.