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Kontoeröffnung Neobroker vs. Filialbank: Wie war das bei euch?

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WolfgangK
Beiträge: 40
Themenstarter
(@wolfgangk)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#71]

Liebe Forumsgemeinde,

ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiv mit dem neuen Altersvorsorgedepot 2027 und versuche, so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln – auch um anderen helfen zu können, die sich weniger auskennen. Was mich gerade besonders beschäftigt, ist die Frage des Onboardings, also wie der eigentliche Eröffnungsprozess bei verschiedenen Anbietertypen abläuft.

Ich selbst habe noch keine Erfahrung mit modernen Neobrokern und bin eher mit dem klassischen Bankweg vertraut. Für das Altersvorsorgedepot 2027 überlege ich aber, ob es vielleicht sinnvoll ist, frühzeitig – sobald das Produkt ab 2027 verfügbar ist – bei einem Neobroker zu eröffnen, schon allein wegen der Kostenvorteile für die ETF-Rente und der Möglichkeit, die Grundzulage möglichst effizient zu nutzen.

Meine konkreten Fragen: Wie war das Onboarding bei euch, bei Neobrokern im Vergleich zur Filialbank? Wie lange hat die Identifizierung gedauert? Gab es Probleme bei der Legitimation (VideoIdent etc.)? Und wie gut war die Beratung oder Begleitung beim Ausfüllen der förderrelevanten Angaben – also zum Beispiel zur Grundzulage?

Bei einer Filialbank würde ich natürlich persönliche Beratung erwarten, aber ist die dann wirklich kompetent genug für die neuen Regelungen? Mich interessieren eure konkreten Erfahrungen, gerne auch aus dem Standarddepot-Bereich, als Vergleichswert.

Vielen Dank im Voraus!
Wolfgang


2 Antworten
Marco_87
Beiträge: 44
(@marco_87)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hi Wolfgang, gute Frage – ich hab das Thema selbst durchgespielt, weil ich für mein reguläres ETF-Depot mal beide Wege ausprobiert habe, bevor das Altersvorsorgedepot 2027 überhaupt existiert.

Beim Neobroker (ich sag mal ohne Namen, du weißt welche gemeint sind) war der VideoIdent-Prozess bei mir in unter 10 Minuten erledigt – Ausweis, kurze Video-Session, fertig. Depot war am nächsten Tag aktiv. Keine persönliche Beratung, aber die braucht man da eigentlich auch nicht, solange man weiß was man will.

Die Filialbank war dagegen... naja. Termin vereinbaren, hinfahren, 45 Minuten warten, dann hat mir die Beraterin erklärt, was ein ETF ist. Danke, das weiß ich. Was mir dort aber fehlte: konkrete Aussagen zur nachgelagerten Besteuerung oder zur Grundzulage – da wurde auf "interne Schulungen Ende 2026" verwiesen. Das klingt nicht beruhigend.

Mein Fazit für 2027: Neobroker für die Abwicklung, aber vorher selbst einlesen. Ich hab damals schon gemerkt, dass man die Grundzulage und die steuerliche Logik selbst verstehen muss – kein Berater macht das für dich wirklich vollständig.


Antwort
Markus W.
Beiträge: 11
(@markus52)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das ein bisschen anders als Marco. Klar, Neobroker sind schnell und günstig, aber gerade wenn man zum ersten Mal ein gefördertes Depot eröffnet, kann man bei komplizierten Förderangaben schon mal ins Stolpern geraten. Ich kenne Leute, die beim VideoIdent dreimal scheitern weil Belichtung oder Ausweisqualität nicht stimmt – das ist dann auch nicht super.

Für das Altersvorsorgedepot 2027 wird es meiner Meinung nach entscheidend sein, wie gut die Anbieter die Zulagenanträge in ihren Prozess integrieren. Das ist technisch aufwendiger als ein normales Depot. Ob Neobroker da von Anfang an reibungslos funktionieren, bezweifle ich ehrlich gesagt. Die Inflationsauswirkungen auf die Gesamtrendite diskutiere ich lieber, als mich mit holprigem Onboarding rumzuschlagen – den Gedanken hab ich auch in meinem Thread zur Inflation und ETF-Rendite schon skizziert.

Kurzum: Ich würde abwarten wie die Anbieter das 2027 konkret umsetzen, bevor man sich festlegt.


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