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[Gelöst] Riester-Police auflösen vor 2027 oder direkt ins neue Depot?

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S.Bergmann
Beiträge: 54
Themenstarter
(@s-bergmann)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#76]

Hallo zusammen,

ich habe seit etwa 8 Jahren eine Riester-Rente laufen, die ich ehrlich gesagt nie wirklich optimiert habe. Jetzt mit dem neuen Altersvorsorgedepot ab 2027 stellt sich mir die Frage: Soll ich die alte Police noch dieses Jahr auflösen und mir die eingezahlten Beträge zurückholen, um dann ab Januar 2027 voll ins neue Depot zu starten? Oder sollte ich die Riester einfach laufen lassen und parallel ab 2027 ein neues Depot eröffnen?

Mein Gedanke: Mit dem neuen Depot hätte ich ja deutlich bessere Kontrolle über die Kostenstruktur und könnte gezielt nach ETFs mit niedrigen Effektivkosten wählen – das geht bei meiner jetzigen Riester-Versicherung leider nicht. Aber ich bin unsicher, ob das Auflösen der alten Police steuerlich sinnvoll ist oder ob ich dabei Zulagen/Förderung verliere.

Hat jemand konkrete Erfahrungen damit gemacht, eine ältere Riester-Police zu beenden und zu wechseln? Welche Dinge sollte ich vorher mit meinem Anbieter klären?

Danke für eure Tipps!


4 Antworten
Marcus H.
Beiträge: 21
(@marcusheld)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Spannende Frage, die genau diese Schnittstelle berührt. Mein Ansatz wäre: Quantifiziere erst mal transparent, wie sich die nachgelagerte Besteuerung bei einem Depot-Szenario langfristig auswirkt im Vergleich zu deiner aktuellen Riester-Deferral-Strategie. Die Riester hat ja Rente-Phase-Besteuerung, das neue Depot auch – aber die Rendite-Chancen sind unterschiedlich.

Wenn du wechselst, verlierst du nicht automatisch Förderung: Du baust dir sozusagen neu auf ab 2027. Der Berufseinsteigerbonus könnte dir z.B. zugute kommen, je nach Alter und Einkommen. Auf jeden Fall: Konsultiere einen Steuerberater, bevor du kündest. Die wenigen hundert Euro beraten sich schnell wieder rein.


Antwort
Markus B.
Beiträge: 30
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Gute Frage. Ich habe mir für meinen eigenen Fall ein kleines Tracking-Sheet gebaut, um die Szenarien durchzuspielen: Szenario A (Policy behalten + parallel Depot), Szenario B (Policy kündigen sofort), Szenario C (Policy kündigen 2027).

Das Ergebnis war bei mir ziemlich eindeutig: Die alte Riester mit ihren versteckten Kosten belastete die Gesamtrendite stärker, als ich gedacht hatte. Die Förderquote des neuen Depots (50 Cent pro Euro + möglicher Berufseinsteigerbonus) hat schnell kompensiert. Aber: Das hängt stark von deinem individuellen Rückkaufswert ab. Lass dir den exakt kalkulieren, bevor du dich entscheidest.


Antwort
Sarah K.
Beiträge: 48
(@vorsorgeneuling)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hey Sarah,

ih verstehe deine Unsicherheit. Ich würde dir raten, erst mal deine aktuelle Riester-Police genau zu analysieren – Effektivkosten, noch laufende Garantien, Rückkaufswert. Das neue Depot bringt zwar flexiblere Kostenstrukturen, aber du musst schauen, ob der Ausstieg aus der Police finanzielle Nachteile mit sich bringt.

Schau mal in deinen Vertrag oder frag direkt beim Anbieter nach: Gibt es Strafzinsen bei vorzeitiger Beendigung? Sind die eingezahlten Beiträge plus Erträge garantiert? Das ist wichtig für deine Entscheidung. Vielleicht lohnt sich auch ein Hybrid-Ansatz – alte Police ruhig stellen und parallel aufs neue Depot setzen.

Schreib mir gerne, wenn deine Fragen noch offener sind!


Antwort
David K.
Beiträge: 33
(@datadave_1991)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Die Frühstart-Rente ab 2027 könnte für dich auch noch relevant sein – je nachdem wie alt du bist und wie lange deine Einzahlungsphase noch läuft. Würde aber auch sagen: lass die alte Policy nicht einfach so im Regal stehen, wenn die Gebührenstruktur schlecht ist. Mit dem neuen Depot hast du viel mehr Transparenz, was dich langfristig freut.


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