Mich beschäftigt eine konkrete Frage, die ich in der ganzen Diskussion bisher nicht zufriedenstellend beantwortet gesehen habe: Angenommen, ich eröffne 2027 mein Altersvorsorgedepot bei Broker A, bekomme über zwei Jahre hinweg die Grund- und Erwerbstätigenbonusse, und stelle dann fest – warum auch immer – dass Broker B für mich besser passt. Kann ich da einfach wechseln oder wird die Förderung teilweise zurückgefordert?
Die entscheidende Frage ist: Bleibt die Förderhistorie an meinem Depot hängen oder an der Person? Und werden versteckte Nachzahlungen bei der Günstigerprüfung fällig, wenn ich den Anbieter wechsle?
Mich interessiert auch, ob die Steuerdeferral-Effekte erhalten bleiben oder ob ein Wechsel praktisch einen steuerschädlichen Umzug bedeutet. Das wird ja bei fondsgebundenen Versicherungen anders sein als bei reinen Depots.
Ich möchte hier keine Marketing-Antworten, sondern verstehen, welche realen Nachteile ein Anbieterwechsel nach 2-3 Jahren tatsächlich mit sich bringt.
Interessante Frage! Soweit ich es verstanden habe, soll die Förderung an die Person gebunden sein, nicht an den Broker. Also müssten die bisherigen Zuschüsse bestehen bleiben, auch wenn ich wechsle. Das ist ja gerade ein großer Unterschied zu früher. Aber ich bin noch relativ neu in dem Thema – hat jemand da konkreter erfahren, wie das beim Depot-Umzug technisch ablaufen soll?
Aus meiner frischgebackenen Rentner-Perspektive kann ich sagen: Diese Wechsel-Szenarien sind genau das, was man als Savers vorher durchdenken sollte. Wichtig ist, dass beim Depot-Umzug die Effektivkosten-Vergleiche ehrlich durchgerechnet werden. Es kann durchaus sein, dass die Kostenersparnis bei einem neuen Broker die Günstigerprüfungs-Hürde nicht wert ist. Ich würde empfehlen: Schreib eine E-Mail an die geplante neue Bank und frag nach ihrer Wechsel-Erfahrung, nicht dem Marketing-Team sondern dem operativen Service.
Gute Frage. Ich bin wenig Zeit für solche Details, aber eins ist sicher: Der Standarddepot-Weg ist da deutlich simpler als mit Versicherungsmantel. Bei reinem Depot ohne Versicherer sollte der Wechsel grundsätzlich problemlos möglich sein. Die Förderung bleibt an dir hängen, nicht am Anbieter.