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Manuelle Kurspflege im Altersvorsorgedepot – wie macht ihr das?

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JuliaK82
Beiträge: 4
Themenstarter
(@juliak82)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#46]

Hallo zusammen,

ich plane schon mal für 2027 vor und überlege, wie ich die Performance meines zukünftigen Altersvorsorgedepots sauber im Blick behalten kann. Das Problem: Meine Bank wird voraussichtlich keine direkte Schnittstelle zu gängigen Tracking-Tools anbieten – zumindest ist da bisher nichts bekannt. Also bleibt wohl erstmal nur der manuelle Weg.

Ich frage mich, wie ihr das konkret angeht. Tragt ihr Kurse täglich ein, wöchentlich, monatlich? Nutzt ihr dafür Excel, Portfolio Performance oder irgendwas anderes? Und wie berechnet ihr die tatsächliche Performance, also nicht einfach nur Gesamtwert minus Einzahlungen, sondern wirklich zeitgewichtet oder zumindest IZF-basiert?

Beim Altersvorsorgedepot kommt ja noch die staatliche Zulage dazu, die ich rechnerisch irgendwie einordnen muss. Zählt die als Einzahlung? Beeinflusst das die Performanceberechnung? Ich blick da noch nicht ganz durch.

Ich bin kein Excel-Profi, also wären einfache Vorlagen oder verständliche Erklärungen super. Bin gerade sowieso im Sommer-Modus und hab etwas mehr Zeit als sonst, mich da einzulesen – also guter Zeitpunkt um eine vernünftige Struktur aufzubauen, bevor das Depot 2027 dann wirklich losgeht.

Danke schon mal!

Julia


5 Antworten
Heinz_1952
Beiträge: 11
(@heinz_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Also ich muss sagen, ich tue das schon seit Jahrzehnten manuell für mein normales Depot und ein bisschen Aufwand gehört für mich zur Altersvorsorge einfach dazu. Man versteht sein Depot besser wenn man die Zahlen selbst eintippen muss.

Bei mir ist es ein Notizbuch gewesen, früher. Seit einigen Jahren eine einfache Tabelle am PC. Ich trage quartalsweise ein, nicht monatlich – das reicht für einen langfristigen Sparer völlig aus. Wer täglich trackt, dem macht die Kursschwankung nur Stress.

Die Frage mit der Zulage ist berechtigt. Ich würde sie als Einzahlung erfassen, denn für die eigene Planung interessiert mich: Was habe ich reingesteckt (inkl. staatlicher Hilfe) und was ist rausgekommen. Das ist das Einzige was zählt am Ende.

Zum Thema zeitgewichtet vs. IZF: Für Sparplansparer mit regelmäßigen Einzahlungen ist der IZF eigentlich aussagekräftiger. Portfolio Performance kann das, wie L.Weber schon schreibt.


Antwort
Markus-Breitner96
Beiträge: 1
(@markus-breitner96)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Tagen

Ich ehrlich gesagt find den ganzen manuellen Aufwand etwas übertrieben wenn man nur einen oder zwei ETFs hat 😅

Für mich reicht ne simple Tabelle mit: wann eingezahlt, wieviel, aktueller Depotwert (einmal im Monat abgelesen), Differenz. Fertig. Ich mach das nicht komplizierter als nötig. Portfolio Performance hab ich kurz angeguckt – sieht toll aus aber ich investier lieber die Zeit ins eigentliche Sparen als ins Tracken.

Die Zulage würde ich trotzdem separat festhalten, also in ner eigenen Zelle, damit ich weiß wie viel davon staatlich ist. Rein ins Tracking würd ich sie als Zufluss erfassen.


Antwort
Monika-Frei
Beiträge: 1
(@monika-frei)
New Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Ich mach das mit einer schlichten Excel-Tabelle, ehrlich gesagt. Portfolio Performance hab ich mal ausprobiert aber fand den Einstieg etwas sperrig.

Meine Tabelle hat folgende Spalten: Datum, ETF, Anzahl Anteile, Kurs zum Zeitpunkt, Gesamtwert, eigene Einzahlungen kumuliert, Zulage kumuliert. Den aktuellen Kurs trage ich einmal pro Monat manuell ein – Anfang des Monats, fünf Minuten Aufwand.

Für die Renditeberechnung nehm ich ehrlich gesagt nur die vereinfachte Variante: (Depotwert – Einzahlungen inkl. Zulagen) / Einzahlungen inkl. Zulagen. Das ist nicht exakt zeitgewichtet, aber für meine Zwecke reicht das. Ich will ja nicht meinen Fondsmanager bewerten, sondern nur wissen ob ich in die richtige Richtung laufe.

Beim Altersvorsorgedepot würde ich die Zulage als Einzahlung behandeln – sie fließt ja tatsächlich rein und erhöht deinen investierten Betrag. Sonst wird die Rendite künstlich schön gerechnet, was ja auch nicht Sinn der Sache ist.

Ich hab das Thema Emerging Markets übrigens separat getrackt, weil ich da gezielt schauen wollte wie der Anteil sich entwickelt.


Antwort
H.Bergmann
Beiträge: 31
(@h-bergmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich seh das etwas anders als Heinz – quartalsweise würde mir persönlich nicht reichen, gerade in der Aufbauphase will ich ein engeres Gefühl für die Entwicklung haben.

Aber zum eigentlichen Punkt: Als Freiberufler ohne festes Gehalt habe ich sowieso unregelmäßige Einzahlungen, das macht die Performanceberechnung noch wichtiger – und schwieriger. Ich hab das in ETF-Kosten verstehen - was kostet mich das Altersvorsorgedepot wirklich? schon angedeutet: Ohne sauberes Tracking weißt du am Ende nicht, ob du gut oder schlecht dagestanden hast.

Für manuelles Tracking ohne Schnittstelle empfehle ich Portfolio Performance, und zwar mit der Funktion 'Buchung manuell anlegen'. Du kannst dort auch Teilbeträge als 'Einlieferung' kennzeichnen, was für die Zulage sinnvoll wäre um sie von eigenen Beiträgen zu trennen – das gibt dir dann getrennte Auswertungen.

Kursimport klappt bei den meisten MSCI-ETFs über Yahoo Finance automatisch, also sparst du dir die manuelle Kurspflege zumindest dort.


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