Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mich ernsthaft mit dem neuen Altersvorsorgedepot auseinanderzusetzen, das ja ab 2027 startet. Als jemand Anfang 30 möchte ich den Berufseinsteigerbonus mitnehmen und bin gespannt, wie sich das über Jahrzehnte auswirkt.
Jetzt hab ich mir die letzten Wochen verschiedene Online-Rechner angeschaut und gemerkt, dass die Ergebnisse teils sehr unterschiedlich sind. Manche Rechner scheinen ETF-Kosten sehr vereinfacht darzustellen. Die TER taucht meistens noch irgendwie auf, aber was ist mit Transaktionskosten innerhalb des Fonds, Spreads beim Kauf, mögliche Depotgebühren beim Anbieter oder auch Kosten für Rebalancing?
Ich frage mich: Welche Kostenarten werden bei Standard-Vorsorgerechnern typischerweise gar nicht erst abgebildet, obwohl sie langfristig wirklich ins Gewicht fallen können? Gibt es irgendwelche Faustregeln, was man noch manuell draufrechnen sollte, um realistische Zahlen zu bekommen?
Bei der Hitze im Moment sitze ich abends gerne mal mit dem Laptop und rechne ein bisschen durch, aber ich check nicht immer, was die Rechner eigentlich unter den Tisch fallen lassen. Bin für jeden Hinweis dankbar!
Ich kenne das Problem gut, gerade weil ich nach langer Pause versuche, erstmal wieder einen Überblick zu bekommen. Was mir bei den Rechnern auch aufgefallen ist: Die bilden so gut wie nie die sogenannten Transaktionskosten innerhalb des Fonds ab, also wenn der Fonds selbst Wertpapiere kauft oder verkauft. Das steckt irgendwo versteckt in der Gesamtkostenquote, wird aber selten explizit ausgewiesen.
Was ich auch vermisse: Kosten durch Währungsumrechnung bei international aufgestellten ETFs. Und Depotgebühren, die sich über die Jahre ändern können, kommen in Rechnern fast nie variabel vor.
Als Faustregel hab ich gelesen, dass man bei einem breit gestreuten ETF nochmal grob 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr obendrauf rechnen kann, zusätzlich zur TER. Das klingt wenig, aber über 30 Jahre macht das schon was aus.
Für mich als Wiedereinsteigerin mit vorsichtigem Ansatz ist das besonders relevant, weil ich nicht einfach die optimistischen Werte aus dem Rechner nehmen will. Lieber etwas konservativer planen und dann positiv überrascht werden.