Hallo zusammen,
mir geht's wie vielen hier: mit 41 muss ich jetzt langsam ernst machen mit der Altersvorsorge. Ich beschäftige mich gerade intensiv mit den Rechnern und bin dabei auf ein Problem gestoßen.
Ich will zwei ETFs vergleichen – einer kostet 0,12% TER, der andere 0,8%. Auf dem Papier klingt das nach nem minimalen Unterschied. Aber wenn ich meine Sparrate (ca. 400€/Monat über die nächsten 26 Jahre) in verschiedene Rechner eingebe, kriege ich unterschiedliche Endergebnisse. Der eine Rechner ignoriert TER völlig, der andere zieht die Gebühren irgendwie ab, aber ich check nicht genau wie.
Die Inflationsfresser-Rechnung nehme ich ja schon raus, aber die Kostenstruktur ist mir unklar: Rechnet der Rechner die TER monatlich vom Sparplan ab? Vom Endkapital? Oder ist es komplexer?
Vor allem: Wie viel Geld bleiben mir am Ende wirklich übrig, wenn die TER über 26 Jahre läuft? Hat jemand da ne konkrete Rechnung oder kennt einen Rechner, der das sauber abbildet?
Danke für Input!
Georg, guter Punkt. Die meisten Standard-Rechner blenden TER tatsächlich aus oder rechnen damit sehr oberflächlich. Das ist aber bei der Langfristigkeit mega relevant.
Konkret: Bei 400€/Monat über 26 Jahre mit angenommenen 5% Brutto-Rendite macht der Unterschied zwischen 0,12% und 0,8% TER am Ende echt was aus – wir reden hier von mehreren tausend Euro Unterschied, weil sich die Gebühren exponentiell auf deinen Zinseszins auswirken.
Die guten Rechner (wie z.B. die vom Justetf oder Extraetf) ziehen TER täglich/monatlich vom Kurswert ab, bevor sie die Rendite berechnen. Die einfachen Banking-Rechner machen das oft gar nicht transparent.
Mein Tipp: Schreib dir selbst ne Excel-Tabelle, die jeden Monat TER anteilig abzieht, BEVOR du die Rendite rechnest. Dann siehst du realistisch, was bleibt. Bei der Planung fürs neue AVD 2027 lohnt sich das auf jeden Fall – gerade wenn du zwischen mehreren ETF-Optionen wählst.